| |
|
|
|
       |
|
|
|
|
|
 |
|


 |
|

|
|

 |
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
Dr. Hans W. - Mensch, Arzt, Vater |
|
|
|
|
|
|
|
The philosophy of Liberty is based on the principle of Self-Ownership
>all kinds of socialism cause poverty< |
|
|
|
|
|
|
|
In Memoriam I |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
Denk mal nach... |
|
|
|
click
click |
|
|
|
Think about it... |
|
| |
|
|
|
A page that over and above its political content also shows the world and environment of people who stand for their libertarian ideas.
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
Rede zum 60. Geburtstage am 1. Mai 1987 von seinem ältesten Sohn Robin: An meinen Vater
Lieber Vater,
heute schon gewürdigt als Ärztlicher Direktor, Chefart, Urologe, wirst Du auch gewürdigt als Bruder, Freund. Stiller zwar und intensiv, da bin ich sicher, auch als Ehemann. Das sind alles fest umrissene Gebiete, Bereiche, die besondere Fachkenntnis, Einblicke des Laudators
voraussetzen, bei Freunden eine Nähe nötig machen, um in der Laudatio
auf Dich Deinen Werdegang, Deine Verhaltensweisen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Wege der Entwicklung einzugehen.
 Mir fehlen diese Kenntnisse
weitgehend, ich bin nur Sohn, kompetent also allenfalls in der Vater-Sohn-Beziehung, kann Dich also nur als Vater würdigen. Aber das ist ja viel komplexer nicht scharfkantig begrenzt, kann man aus so vielen Perspektiven sehen. (Wäre glatt abendfüllend, wird es aber nicht.) Wer also steht Dir näher als Dein Sohn? Deine Frau ! Aber die ist – juristisch – nicht
mit Dir verwandt. Der Sohn gehört zum Vater. Heißt es nicht schon in der Bibel: Vater, Sohn und heiliger Geist? Ein Sohn ist, wenn er IST – da ist – ein Sohn. Ein Vater ist ein Sohn, ein Vater wird er erst werden. Bei Dir lieber Vater, fand das im April 1949 erstmals, in dosierter Folge dann noch 1955 und 1959 statt.
Daß Du Dich auf mich freutest kann ich verstehen. Ich freute mich auch auf mich. Bestätigten Berichten zufolge sollst Du vor Ungeduld das Bad geweißt und gestrichen, die Zeit erwartungsvoll überbrückt haben. Das Väter der Geburt beiwohnen gab‘s wohl noch nicht, obwohl Medizinmann, bliebst
Du der Geburt auch der Folgesöhne fern, wirktest aber um so angestrengter, die Ungeduld bekämpfend, im Haus. Ein neues Bad ist auch nicht schlecht. Ich hatte wohl nicht schlecht gewählt, denn
rührend aufmerksam warst Du um mich besorgt. Nicht nur damals: Ein Leben lang ! Auch ich gab mir die größte Mühe, wollte Dich nicht bei der Gestaltung Deiner beruflichen Zukunft stören und schränkte mein Babygeschrei auf das Notwendigste ein. Ob’s mir immer gelang fehlt mir die Erinnerung. Und Du wiederum brachtest eben erworbene Kenntnisse bakterio- und
epidemiologischer Art an mir zur Anwendung, versahst meinen Kinderwagen mit einem Schild. „Anfassen aus hygienischen Gründen verboten!“[i]
um mich vor den grabbligen Griffeln, der, aus Nachkriegswohnungsnot bei Großmutter eingewiesenen, alten, herzlichen, aber nicht immer sauberen, Tanten zu schützen. Danke noch heute! Diese, fast hysterische, Vorsicht bewahrte uns vor Linsenluxationen und Toxoplasmose,
verhinderte aber nicht 13 interfamiliäre Knochenbrüche. Doch vor einem richtigen Schlag „an die Glocke“ konntest Du uns bewahren. Andrerseits bliebst Du immer gelassen. Du warst Bollwerk, feste Burg. Wenn wir schon alle „im Dreieck sprangen“, die Welt zerbarst, wir den „individuellen Urknall“ durchlitten: Du bliebst ruhig, besonnen,
behieltst die Nerven.
Die väterliche Gewalt ist Inbegriff der Rechte die dem Vater über seine Kinder zustehen. Noch in Rom hatte der Hausvater eine Richtergewalt über Leben und Tod seines Kindes, die Macht es zu verkaufen, zu verheiraten, zu scheiden. Nach heutigem
Rechtsverständnis hat der Vater nur eine Disziplinargewalt über seine Kinder bis zu deren Majorenität. Deine Gewalt war überwiegend verbaler Natur, verwendete überwiegend Appelle an Eigenverantwortung, Fingerzeige, Hinweise. Gelebtes Vorbild erschien Dir
überzeugender, auch liberaler. Körperliche Züchtigung erlebten wir nicht. Dialog statt Diktat ! Das repressionsfreie Elternhaus ? Nicht ganz. Auch zu hoher Anspruch verkehrt sich – gelegentlich – zur Repression, kann heranwachsende Persönlichkeiten manipulieren. Trotzdem: Bei wirklichem „Mist“, dem totalen „Griff daneben“ konnten wir auf Dich zählen,
Dir angstfrei bedingungslos vertrauen. Du hast es immer gerichtet, ruhig, gelassen arrangiert. Nur freche Antworten, die hast Du nicht gemocht, da wurdest Du sauer.
Kinder geraten nicht zum Ebenbild der Eltern, sollen es wohl auch nicht. Vieles machen sie bewußt anders. Aber es gab und gibt Eigenschaften, da warst Du mir wirklich nacheifernswertes Vorbild: Kameradschaft zum Beispiel: Nachts schlepptest Du Kohlen, reagiertest in Notfällen
sofort. Obwohl fast nie daheim: In Notfällen immer sofort zur Stelle. Sofort. Kompromißlos. Als von der neuen Rollenverteilung in der Partnerschaft noch keine Rede war, die klassischen Familienstrukturen noch nicht in Frage gestellt waren, der „sogenannte neue Mann mit neuem Bewußtsein – unserer Tage“ noch gewindelt wurde, nahmst Du spätere
Frauenentlastungsprogramme ganz modern-pragmatisch vorweg, automatisiertest den Haushalt, entlastetest kameradschaftlich-partnerschaftlich Deine Frau – meine Mutter. Vor Fernseher: Waschmaschine. Arbeitsentlastung. Wir waren die Ersten die eine Waschmaschine (Trommelwaschmaschine) hatten[ii],
trotz Kritik der Restfamilie. Die hielten Dich öfter für übergeschnappt..... Im Urlaub und bei Feiern machtest Du die Salate. Im Urlaub vor allem mit Nudeln. Mutter hatte Angst sie geht aus dem „Leim“. Von Deinen
unkonventionellen Denk- und Handlungsweisen war ich immer fasziniert, versuchte ihnen nachzueifern, ja sie zu übertrumpfen. Deine Großzügigkeit wucherte bei mir zur Verschwendung, Dein Faible für Stabilität und Handfestes steigerte sich bei mir zur Gigantomanie.
Schuß- und Bombenfest mußten unsere Konstruktionen (Bett, Tisch, Regal oder was auch immer) immer sein. In einer Zeit vorfabrizierten Sperrmülls schufen wir Dinge für die „Ewigkeit“. Sonderkonstruktionen die jedem Vergleich in Ästhetik, Stabilität und praktischer Anwendung, mit den Lösungen sogenannter Fachleute aushielten, ja überlegen waren. Tischler- und
Multiplexplatten waren bevorzugte Materialien. Und bitte bedenke, wenn Du Dich heute über meine 10 Torten und 12 Gänge amüsierst, daß Du mir das vererbt hast: Von Deinen Salaten anläßlich meiner Konfirmation aßen wir ja auch noch drei Wochen später.......Erst Denken, dann handeln war auch eine Devise von Dir. Deine stärksten
Eigenschaften aber: Phantasie und Mut !
Apropos Essen: Gegessen wurde was auf den Tisch kam, Mäkeleien gab es nicht. Sehr hilfreich für uns, auch heute noch. Nur bei Lunge und vor allem Nieren nahm Mutter Rücksicht. Die mochtest Du wohl nicht. Was Wunder wenn man den ganzen Tag daran herumdoktert....
Phantasie, Mut und Unkonventionalität: Du bewahrtest unser Kinderzimmer vor giftigen Gasen indem Du den undichten Schornstein mit Schokoladenpapier beklebtest[iv]
(Alufolie gab es noch nicht). Du setztest freche und widerspenstige Untermieterinnen auf Blumenkästen. (Nach Mutterns Ansicht bekamst Du dann einen Augenausdruck wie Stalin. Ich kann es nicht beurteilen, ich habe ihn nicht gekannt........ Oder Du verarztetest aufgerissene Kotflügel mit Watte und Heftpflaster[v].
Oder fixiertest lockere Stoßstangen wieder sicher, indem Du unser Auto gezielt gegen einen starken, sorgsam im Tegeler Forst ausgesuchten, Baum steuertest. Dir trauten wir Söhne eben auch zu Blinddärme von hinten[vi]
zu operieren. Die unsterile Herzoperation im Pelzmantel, im Foyer des Bettenhauses, der im Suff erstochenen Frau, war real und der Zeitung auch von den Söhnen zu entnehmen. Sonst blieb Dienst Dienst. Totale Trennung von Beruf und Haus. Einblicke fast nie möglich. Das „Virchow“ hätte auch auf dem Mond liegen können. Understatement allenthalben. Bescheidenheit
als Lebensmaxime. Für die Kinder alles. Um sich selbst kein Wind. Im Auto nicht mal ein Radio. Hemden und Schuhe im Ausverkauf engroß. Die Kollegen Kinderärzte fragten woher die bunten Hemden, das wirke in ihrer Praxis „ patientengerecht “ und würde die Kleinen freuen, aber Mutter stöhnte gelegentlich. Wir Söhne waren eher amüsiert.
Einige Male mußten wir mehrere hundert Meter zu Fuß laufen: Vater weigerte sich direkt vorm Geschäft zu parken: „Wenn die das Auto sehen, kostet’s 20 Prozent mehr!“ Angewandte Psychologie. Außerdem, ein Mann wirkt durch seine Leistung, nicht durch sein Auto oder andere Äußerlichkeiten. Recht hatte er. So fuhren wir ein paar Jahre mit handgestrichenem
Untersatz. Total uneitel. Das hat sich aber nur teilweise auf uns vererbt. Wir konnten uns auch nur schlecht den Angeboten der Unterhaltungselektronikindustrie entziehen. Papa aber hört doch tatsächlich noch röhrenerwärmtes Dampfradio und hier in vollem 7 Watt Sinussound Beethoven. So groß wie ein Mikrowellenherd das Ding. Cro 2 und
Tape-Deck sind Fremdworte. Andererseits soll er ja in der Urologie absolut Hi-Tech sein. Aber Volkskunst liegt ihm am Herzen. Keramik aus Pfronten, Überfanggläser aus Bad Tölz. Der Kofferraum war eigentlich zu
klein. Herrlich anzusehen, nur- aus der Riesenbowle haben wir erst einmal geschöpft und 24 Personen sind wir auch nicht immer. Einmal im Mai hat er seinen verdienten Freiraum. Kongreßurlaub. Selbstverwirklichung lange bevor es die Vokabel gab. Ab in die Berge. Bayern und die Schweiz, Dolomiten etc. Natürlich der Kofferraum vollen Akten, Gutachten,
Patientenkarteien. Doch unerreichbar. Nicht nur für die Klinik, auch für Mutter. Mit Sicherheit lag er nicht im Bett, war nicht im Kino. Allenfalls sucht er was Feuchtes: Die örtliche Schwimmhalle. Süddeutschland hat ja einige davon......
Und dann, zurück, wie immer, also auch nach gemeinsamen Urlauben, die bange Frage: „ Ob ich noch operieren kann?“ Mutter beruhigt ihn: „Das verlernt man nicht in 14 Tagen.“ Warum er das fragt? Weil er, was er macht, richtig macht. Auch Urlaub. Wir Kinder haben nie gespürt, im Urlaub, daß da noch Klinik war. Du
kannst abschalten, - aber nur im Urlaub. Depressionen mit einem Lied auf den Lippen überwinden. ----------Und sonntags jahrelang, nach der Visite und dem Mittag, um 17 Uhr in den Tegeler Forst. Da hatten die andern die Erholung schon hinter sich, kamen schon wieder zurück. Die Sonne strahlte nicht mehr,
aber Du und Mutter natürlich. Familienleben Samstagnacht und Sonntag ab 16 oder 17 Uhr. Weihnachten, heilig Abend bist Du vor Erschöpfung jedenfalls regelmäßig unter dem Weihnachtsbaum eingeschlafen. Vater sein ist
schwer, ist in die Krise geraten. Die patriarchalisch-autoritäre Gesellschaft findet sich im Umbruch, die industriell-technische Welt, die automatisierte, verwaltete Gegenwart braucht Vaterfiguren nicht mehr. Nicht nur Gott VATER ist abhanden gekommen, auch andere patrizentrische Ordnungsstrukturen werden durch anonyme Funktionsträger ersetzt. Wer spricht
locker noch vom „Vater Staat“, von Vaterlandsliebe? Die zur Kulisse verkommene Vaterautorität ist in Staat und Gesellschaft nicht mehr überzeugend zu repräsentieren. Das, an die Autorität der Nachkriegsgesellschaft gebundenen Diktat zur Leistungsgesellschaft, zur Maloche für Fortschrittswahn, wurde in Frage gestellt. Weil sich Lebens- und Überlebensfähigkeit
der Leistungsgesellschaft, die von den Vätern geschaffen wurde, selbst in Frage stellt. Unser Vater ist hier teilentschuldigt, galt und gilt doch seine Leistungsbereitschaft, neben der Existenzsicherung seiner Familie, auch seiner Söhne, vor allem der Umsetzung humanitärer Ideale. Leidenslinderung oder Knete ? In der Industrie wäre bei einem 16 stündigem
Arbeitstag sicher mehr Schütte angefallen. In der niedergelassenen Praxis auch. Zum Politiker oder Nur-Funktionär taugt er nicht, weil nicht korrumpierbar. Also doch Idealist ? Ja, ein integerer noch dazu. Doch für Söhne
(und Ehefrau) ist das humanitäre, patientenbezogene Wirken so, so schlecht miterlebbar. Lag das Virchow nicht auf dem Mond? Nur in Form von Blumenschalen schwappt es gelegentlich in den familiären Alltag. Der Verwaltungsanteil muß, nach der Erledigung ärztlicher Aufgaben, überproportional sein. So bleibt ein tiefes Seufzen angesichts der nachrechenbaren 104
Stundenwoche, wird man völlig verständnislos auch gegenüber der gewerkschaftlichen Forderung nach 35 Stunden in der Woche! Herrje, die Wahrheit muß doch irgendwo in der Mitte liegen. Oder ist es ein FAMILIEN-SYNDROM? Oder ist es doch so, wie Mutter schon immer in Freundeskreisen verkündete: „Er hat eine
Geliebte!“ „Ach ja, Frau W. ?“ „Ja, die Klinik !“ Hier muß ich als Sohn wohl nun schweigen. Libidinöse Verhältnisse des Vaters, auch die zum Arbeitsplatz, entziehen sich der Beurteilung. Originalton Vater: „ Zerbrich Dir nicht meinen Kopf!“
Doch als „Vater warst Du zu stark für mich“ (Franz Kafka[vii])
hat abgenommen. Aber beschäftigt man sich mit Vater – Sohn Beziehungen, Heinrich und Karl Marx[viii],
Jakob und Siegmund Freud[ix],
die Reihe ließe sich lange fortsetzen, unausgetragene Vaterkonflikte sind die Regel. Freuds psychoanalytische Deutungen der Ödipustheorie[x]
folge ich für meine Person nicht. Sicher gilt das auch für Bruder M., bei Bruder R. weiß ich es nicht. Aber dieses Hin- und Hergerissensein zwischen Loyalität und Opposition bleibt, ist schwer zu kanalisieren. Es ist nicht mehr pubertär, auch die adoleszente
Unsicherheitsphase ist überwunden, einem geordneten partnerschaftlichen Nebeneinander gewichen. Das schließt grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungen zu einzelnen Themen nicht aus. Der Vater als Vertreter und
Verfechter von Normen und Werten, die Väter mit ihren Gesetzen und Anforderungen entscheiden darüber, in welchem Geist wir leben. Und wenn WIR uns entscheiden wollen, in welchem Geist WIR leben wollen, dann müssen wir uns auseinandersetzen mit all den Werten, die uns von unseren Vätern übergeben. Dabei geht es zwar auch darum, den Wert des Gewordenen
zu erhalten, wo es aber unsere Weiterentwicklung hindert, muß dieses Gewordene geopfert werden. Ein Kind hat das Recht Fehler zu machen, ja Dummheiten zu begehen. Sie dürfen nur nicht zu groß, etwa existenzbedrohend sein wie bei Bruder R.. Wann aber, so frage ich, hört das Kind auf Kind zu sein? Für die
Eltern nie. Aber ist es nicht gut, wenn der Vater nicht so ferne ist, daß man sich nicht mit ihm identifizieren kann? Mir bist Du es nicht, den Andern wohl auch nicht. Einen einfachen Vater hätte ich auch nicht
gewollt. Nach Alfred Adler[xi]
befindet sich der Älteste nur immer in einer besonderen psychischen Situation. Nach Selbständigkeit und vatergleicher Macht strebend, ist er doch Mittler zu den jüngeren Geschwistern. Selber noch in Opposition, wurde ich schon wieder zum Verteidiger. Fazit: Liebe und Bewunderung sind vielleicht die hilfreichsten Faktoren. Auch als Pädagoge warst Du so
schlecht nicht. Mein Nacheifern Deiner Liberalität verkommt jedoch gelegentlich zur Inkonsequenz. Meine Kinder sollen noch mehr dürfen, als ich es durfte. Antiautoritäres Verhalten, als vom Vater gewollte Vorgabe ? Kontrollierte Aufmüpfigkeit ja, antiautoritäres Verhalten um jeden Preis a la Summerhill[xii]
nein. In jedem Falle wünsche ich sie mir undogmatisch, unkonventionell. Im pluralistischen
Sinne werden sie erzogen, das kann nicht schlecht sein, ist von Dir nicht weit entfernt. Der Deine war recht überzeugend, geprägt wohl von der demokratischen Grundhaltung Deines Elternhauses, erleichtert durch den Start in eine demokratische Zukunft nach Deutschlands unseliger Vergangenheit.
Demokratie braucht auch Frustrationsventile: Wir sollten hundert Mal ins Kopfkissen „ Scheiße “ schreien. So frustriert waren wir nun auch wieder nicht. Ich zum Beispiel habe höchstens 10 Mal davon gebrauch gemacht........Aber Du bist nicht nur Vater, Du bist
auch Großvater. Wir wissen wie sehr Du Deine Enkel liebst. Und sie lieben Dich, Du bist für sie was besonderes. Hier scheinst Du schon entspannter im Umgang mit ihnen, ist Dir doch die unmittelbare Verantwortung genommen. Du versiehst natürlich alles mit Kommentaren............ Aber Du kannst Dich aufs Lieben
konzentrieren. Was so ein Ärztlicher Direktor eigentlich ist? Sie die Kinder wissen es nicht so genau, aber in jedem Fall bist Du für sie der „Oberste“. (Noch weit über ihrem Vater!!!) Deshalb kann Tochter S. (11) auch überhaupt nicht verstehen, daß, wenn Du doch der Oberste bist, Du nicht entscheiden kannst, wo und wieviel
Vogelhäuschen im RVK-Gelände aufgehängt werden. Ja, was entscheidest Du nun eigentlich??? Auch ich bin ein Vater, auch ich liebe meine Kinder. Auch ich bin sehr aktiv im Umgang mit ihnen. Ein Höhepunkt jagt den
andern,was nicht immer gut ist. Doch wenn ich sehe, an mir, wieviel ein Kind vergißt, wie wenig Episoden man behält, wie doch die Erinnerung sich auflöst, gleichsam verflüchtigt, könnte man fast melancholisch werden. Ich glaubte immer ich hätte ein gutes Gedächtnis, könnt mehr hervorholen, doch es ist so wenig. Wieviel werden S., I.
und M. von unseren Aktivitäten behalten? Sie wissen so wenig von den Sorgen und Nöten, den existentiellen Notwendigkeiten, wie auch Du als Vater uns Kinder von diesem Wissen lange freihieltst. Werden sie sich eines Tages wenigstens der schönsten Erlebnisse erinnern? Was können Eltern ihren Kindern mitgeben, dessen sie sich später
erinnern? Es verschwimmt alles zu einem zart gezeichneten Hintergrund, einem diffusen Stimmungsgemälde. Eine Backgroundtapete. Sie setzt sich zusammen aus familiärer Tradition, familiär-kulturellem Erbe, Erziehung, Bildung, Menschlichkeit, dem Gespür für Zwischentöne. Bewußtsein ist vielleicht der wichtigste Fakt. Ich für meine Person bin für diesen
mitgegebenen Hintergrund dankbar. Ich brauchte ihn immer, brauche ihn heute und werde ihn künftig brauchen. Bei aller berechtigten Distanz zu ganz einzelnen Aspekten, wir wollen ihn nicht missen, uns seiner immer bedienen können. Du, Vater, repräsentierst diesen Hintergrund, bist Orientierungsboje.
Daß Du darüber hinaus auch heute noch nicht aus väterlicher Pflicht, Sorge und Inanspruchnahme für Deine Söhne entlassen bist, ihnen auch heute noch in vielerlei Hinsicht unter die Arme greifst, Deine Vorsorge und Umsicht unser Aller Existenz sichert, sei nur am Rande erwähnt.
Auch das ist ein Wunsch für die nächsten Jahre: Daß die Bürde ein wenig kleiner werde, zu bewältigen bleibt. Ich hätte uns vielleicht nicht unbedingt als Söhne haben mögen.......... Lieber Vater, Du bist heute 60
Jahre alt geworden. Nach Deinen eigenen Worten ist das ein Anfang, ein Aufbruch. Dir nehme ich das ab, denn ich kenne Dich genug um zu wissen, daß Deine intellektuellen und physischen Reserven noch einmal ausreichen um 60 Jahre zu füllen. Aber laß mich abschließend den Berliner Arzt und Psychoanalytiker Prof. Horst E. Richter[xiv]
zitieren. Er sagt zu Heinrich Maria Ledig–Rowohlts[xv]
70. Geburtstag: „Eine Tendenz das Altern vorwiegend als einen fortschreitenden Abbauprozeß aufzufassen, findet sich in einigen populären Theorien wieder, die davon ausgehen, daß dem Menschen so etwas wie ein definitiver Vorrat an Lebenskraft zur Verfügung stehe, den der eine rascher, der andere langsamer aufzehre. Mit dieser Vorstellung pflegen
psychohygienische Mahnungen verknüpft zu werden, sich vor Ausschweifungen und Überanstrengungen zu hüten, um ein vorzeitiges Verschwinden des Energievorrates zu verhüten“........ und später weiter: „Tatsächlich kann sich diese physikalistische Vorstellung auf keinen Nachweis stützen, - und von der Sexualität wissen wir inzwischen sogar, daß früh begonnene
Betätigung die Wahrscheinlichkeit erhöht, daß die Funktion besonders lange erhalten bleibt...... Es gibt kein.........typisches, psychologisches Profil einer Altersklasse.“
Und Henry Miller[xvi]
sagt.“ Meine Jugend hat (.....mit 77....) erst begonnen!“ Also Du wirst nicht 77 nicht 70, nein Du wirst erst 60!!!!
Lieber Boss, Chef, Dick, Pepe, Daddy, Doc, lieber Vater, Deine Enkelkinder und Deine Kinder wünschen Dir alles Gute, vor allem Gesundheit und Wohlergehen und wir versprechen Dir fest, daß Du auch in Zukunft für uns alles bist, ----------- nur eins nicht: „EIN GRUFTI
!!!!“ |
|
|
|
|
|


Online Translator.
To stop your Pop-Up-Stopper press "Strg"-Button.

Robin Renitent
My favorites:
Ali, Ayaan Hirsi
Aliberti, Lucia
Barenboim, Daniel
Benanteur, Dahmane
Berger, Erna
Berliner Philharmoniker
Björling, Björling
Bläser der Berliner Philharmoniker
Bravo, Manuel A.
Broder, Henryk M.
Bunny, Rupert W.
Fallaci, Oriana
Friedman, David
Galitsin, Gregori
Giebel, Agnes
Gigli, Benjamino
Hopper, Edward
Johaentges, Karl
Kästner, Erich
Koelbl, Herlinde
Lebeck, Robert
Lenau, Nikolaus
Leonhard, Wolfgang
Michener, James A.
Müller, Wilhelm
Nakic, Adrian
Newton, Helmut
Rand, Ayn,
Richter, Karl
Richter, Svjatoslav
Rozhdestvensky, G.
Saarinen, Pekka
Schneiderhahn, W.
Serebryakova, Sinaida
Snow, Aurora
Traven, B.
Wunderlich, Fritz
enter
My favorite assholes
enter
Other favorites on rebellog pages:
Fried, Erich
Geibel, Immanuel
Goethe, Joh. Wolfg.
Hebbel, Friedrich
Heine, Heinrich
Lessing, Gotthold E.
Möricke, Eduard
Odemann, Robert T.
Raabe, Rudi
Ringelnatz, Joachim
Schubert, Franz
Shelby, Hubert

Political Posters

Montages and Caricatures

Portraits

Filterplay
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
[i] „Anfassen aus hygienischen Gründen verboten!“
Das war in der Fregestraße 26. Mein Kinderwagen stand in dem sogenannten Berliner Zimmer, einem Durchgangszimmer, das auch von den eingewiesenen Untermieterinnen meiner Großmutter laufend durchquert wurde.
[ii] Waschmaschine.
Mein Vater kaufte als einer der Ersten eine, neu auf den Markt gekommene, Trommelwaschmaschine der Firma Zenker. Dafür nahm er seinen ersten Kredit auf, der von der Berliner Stromgesellschaft BEWAG für solche Zwecke angeboten wurde. Er tat das, weil meine Mutter an einer Endokarditis erkrankt war und keine zusätzlichen Anstrengungen haben durfte. Er
wurde von seiner familie heftig kritisiert. Die Maschine hatte übrigens eine Kupfertrommel. Der Rechts-Links-Lauf mußte durch umdrehen eines Schalter manuell alle paar Minuten geschehen. Die Pumpe pumpte nur in eine Richtung. Deshalb mußte der Wasserschlauch entweder in die Maschine oder Ausgußbecken gehängt werden, je nachdem ob die Maschine befüllt
oder gelehrt werden sollte. Sie war das technisch beste Modell ihrer Zeit und eine große Hilfe.
[iii] Multiplexplatten; Sperrholzplatten
mit besonders vielen Holzlagen (Schichten). Handelsüblich sind Birken- und Buchenholzplatten in Stärken von 4 – 40 mm, AW 100 verleimt (Außen wetterfest bis 100 Grad), das heißt in der Verleimung wasserresistent. Außerordentlich stabil und auch im Freien einsetzbar. Tischlerplatten
[iv] Schokoladenpapier.
In der Wohnung Friedrichsruher Str. 4 in Berlin Steglitz hatten wir gelegentlich Abgase in der Wohnung, weil der Schornstein infolge Kriegseinwirkung -Bombenschäden – undicht war. Es gab aber noch keine Alufolie oder andere Materialien zur Abdichtung zu kaufen, außerdem waren meine Eltern finanziell sehr knapp. So kam mein Vater auf die Idee, das
Stanniolpapier in das Schokoladentafeln oder Ostereier eingewickelt waren, zu sammeln und zwischen Buchseiten (Nibelungen) plattzupressen. Anschließend beklebte er den rissigen Schornstein damit, als Unterlage unter der Tapete. Es half.
[v] Heftpflaster; Vater reparierte aus
Finanzmangel seinen ersten grauen Mercedes, (einen 230 S, Baujahr 1953, 4türig, eingebaute Scheinwerfer, Schiebedach), an dem er sich den Kotflügel aufgerissen hatte (riskantes Überholmanöver eines Pferdewagens mit scharfer Deichsel) vorerst, auf Monate, mit Heftpflaster und Verbandsmaterial, das er in der Farbe des Autos grau überlackierte. Es hielt
sehr gut.
[vi] Blinddarm, Appendizitis, akute
Entzündung des Wurmfortsatzes, einer blind endenden Verlängerung des Blinddarmes (Caecum) am Anfang des Dickdarmes. Der Wurmfortsatz, der im rechten Unterbauch liegt, hat, soweit man weiß, beim Menschen keine Funktion. Bricht seine Wand als Folge der Entzündung durch, kann sich die Infektion in die Bauchhöhle ausbreiten, so daß es zur
Peritonitis (Bauchfellentzündung) kommt. Die Symptome der Blinddarmentzündung sind Schmerzen und Krämpfe im Bereich zwischen rechter Hüfte und Nabel sowie Fieber, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung und Durchfall. Die Behandlung besteht in der chirurgischen Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendektomie). Am häufigsten kommt die Appendizitis bei jungen
Erwachsenen vor, sie kann aber bei Personen jeden Alters auftreten.
[vii] Kafka, Franz (1883-1924),
österreichischer Schriftsteller. Kafkas spezifische Darstellung des in labyrinthischen Lebensverhältnissen gefangenen Menschen wurde zum Synonym für bedrückend-absurde Zustände („kafkaesk“). Kafka studierte an der deutschen Universität in Prag Literatur und später aus Familienrücksichten Jura (1906 Promotion), übte den Beruf jedoch nur kurzzeitig aus
und war 15 Jahre lang als Hilfskraft im Versicherungswesen tätig. 1922 verstärkte sich die bereits fünf Jahre zuvor ausgebrochene Tuberkulose, an der der Dichter 1924 in einem Sanatorium bei Wien starb. Nach Kafkas Willen sollten seine Manuskripte, von denen zu Lebzeiten kaum etwas veröffentlicht worden war, nach seinem Tod vernichtet werden. Kafkas
unglückliche Lebensumstände spiegeln sich in vielfältiger Weise in seinem Werk. Da ist zunächst die als übermächtig erfahrene Gestalt des autoritären Vaters, mit der er sich konkret in seinem 61 Druckseiten umfassenden Brief an den Vater (1919) auseinandersetzte, sowie das Leiden an seiner Bindungsunfähigkeit. Kafka war mehrmals verlobt, hat
jedoch nie geheiratet. Neben der Freundin Felice Bauer und Dora Diamant, der Gefährtin seines letzten Lebensjahres, wurde vor allem die Journalistin Milena Jesenská zu einer bedeutenden Bezugsfigur von Leben und Werk. Die Problematik der Geschlechterbeziehung hatte eine Entsprechung in Kafkas Schwanken zwischen Einzelgängertum und dem Bedürfnis nach
sozialer Integration. Auch seine Berufung zum Dichtertum hat er immer wieder abwechselnd in Frage gestellt und leidenschaftlich als ihm einzig gemäße Existenzform bekräftigt. Charakteristisch für seine asketisch-eskapistische Welthaltung ist auch der Umstand, daß Max Brod sein einziger engerer Freund aus dem Kulturleben Prags blieb, während er zum
örtlichen Dichterkreis um Franz Werfel und Egon Erwin Kisch nur lockere Kontakte pflegte. Insbesondere die Spannung von Individuum und sozialer Gemeinschaft durchzieht leitmotivisch sein erzählerisches Werk, häufig verbunden mit der Identitätsproblematik des Juden in der christlich geprägten Umwelt. Häufig sehen sich die Protagonisten in einem Netz
unentwirrbarer Gesetze und Verhältnisse gefangen. Die Erfahrung der Fremdheit gegenüber den anderen und schließlich sich selbst wird zur bedrückenden Grunderfahrung ihres Daseins. Bereits zu der 1916 publizierten Erzählung Das Urteil bemerkte Kafka, jedes Wort darin hänge mit der „Musik der ‘Angst’zusammen“, und noch in dem 1922 begonnenen
Fragment Das Schloß glaubt der Held, während einer erotischen Begegnung „vor Fremdheit ersticken“ zu müssen. Letztlich kreist Kafkas gesamtes Werk um den Versuch einer „sich irgendwie bewährenden Lebensführung“ (so eine Tagebuchnotiz), der sich angesichts einer labyrinthischen Welt aber als untauglich erweist. Am extremsten kommt die
klaustrophobische Daseinserfahrung in der Erzählung Die Verwandlung (1915) zum Ausdruck. Die juristische Metaphorik, die in anderen Werken (Das Urteil, Der Prozeß, In der Strafkolonie) einen wichtigen Ansatz zur Deutung liefert, weicht hier einer rätselhaften Symbolik: Der Angestellte Gregor Samsa erwacht eines Morgens in der Gestalt
eines monströsen Käfers. Insgesamt ist Kafkas Werk erst nach dem 2. Weltkrieg ins Bewußtsein einer größeren Öffentlichkeit getreten, aber seitdem hat das „Kafkaeske“ wie kaum ein anderes Phänomen der modernen deutschen Literatur vielfältige und widersprüchliche Deutungsversuche provoziert. Kafkas Weltanschauung ist beeinflußt durch den dänischen
Philosophen Søren Aabye Kierkegaard und nimmt in mancherlei Hinsicht den Existentialismus vorweg. Die literarischen Techniken seines Werkes weisen sowohl expressionistische als auch surrealistische Züge auf, ohne daß er einer dieser Richtungen eindeutig zuzuordnen wäre. Sein klarer Stil, der Wirklichkeit und Phantasie vermischt und einen Anflug von
Ironie enthält, trägt zu der beängstigenden, klaustrophobischen Atmosphäre in seinen Werken bei, wie in seiner langen Kurzgeschichte Die Verwandlung (1915). Darin stellt der Held, ein fleißiger Versicherungsvertreter, beim Aufwachen fest, daß er sich in einen riesigen Käfer verwandelt hat, der von seiner Familie zurückgewiesen wird und
schließlich einsam und alleine stirbt. „In der Strafkolonie“ (1919) ist eine niederdrückende Geschichte über Haft und Folter. Entgegen Kafkas Wunsch, seine unveröffentlichten Manuskripte nach seinem Tode zu vernichten, veröffentlichte sie sein Freund und Biograph Max Brod postum in den dreißiger Jahren und begründete so Kafkas Ruhm. Kafkas
Roman Der Prozeß wurde mehrmals verfilmt: 1962 von Orson Welles (mit Anthony Perkins, Jeanne Moreau und Romy Schneider) und 1992 von David Jones (mit Anthony Hopkins
[viii] Marx, Karl (1818-1883), deutscher
Philosoph und Nationalökonom, gemeinsam mit Friedrich Engels Begründer des sich als wissenschaftlich verstehenden Sozialismus (Marxismus). Der aus einer jüdischen, zum Protestantismus übergetretenen Familie stammende Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Er studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Bonn, später auch Philosophie
und Geschichte in Berlin und Jena. Großen Einfluß auf sein Denken übte zu dieser Zeit die Philosophie Hegels aus. 1841 promovierte er mit einer Arbeit über Die Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie. Nachdem er hatte einsehen müssen, daß seine Hoffnung auf eine akademische Karriere aussichtslos war, nahm er 1842 eine
Stellung bei der Rheinischen Zeitung in Köln an, deren Chefredakteur er bald darauf wurde. Unter seiner Leitung wurde das Blatt zur führenden Oppositionszeitung. Nach seiner Heirat mit Jenny von Westphalen 1843 übersiedelte Marx nach Paris. Er war von der preußischen Regierung zunehmend unter Druck gesetzt worden und hatte schließlich seinen
Posten als Herausgeber der Rheinischen Zeitung räumen müssen. In Paris vertrat er als Mitherausgeber der Zeitschrift Deutsch-Französische Jahrbücher in seinen eigenen Beiträgen zunehmend ein revolutionäres Programm. Unter dem Einfluß des Materialismus Ludwig Feuerbachs wandte sich Marx zunehmend von der Hegelschen Philosophie ab. 1844
veröffentlichte er seine Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. 1845 wurde Marx auf Druck der preußischen Regierung aus Paris ausgewiesen. In Brüssel, wo er daraufhin mit seiner Familie Quartier nahm, verfaßte er gemeinsam mit Friedrich Engels Die Heilige Familie (1845). Es entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden,
aus der u. a. das bereits 1846 fertiggestellte Manuskript für Die deutsche Ideologie (1932) hervorging – eine Schrift, die auch gegen Feuerbach gerichtet war. 1848 erschien das Kommunistische Manifest, eine Auftragsarbeit des in London ansässigen Bundes der Kommunisten (dem sich Marx und Engels angeschlossen hatten) anläßlich der Gründung der
Kommunistischen Liga. Das Manifest ist eine radikale Kritik der bürgerlichen Ökonomie und Gesellschaft und wendet sich mit dem Aufruf zum Klassenkampf an das internationale Proletariat. Als Vorbild für die Verfassung einer zukünftigen „Diktatur des Proletariats“ stellte Marx später in seiner Schrift Der Bürgerkrieg in Frankreich (1871) die
Pariser Kommune dar. Nachdem er aus Belgien ausgewiesen worden war, ging Marx 1848 zurück nach Köln, wo er die linksdemokratische Neue Rheinische Zeitung herausgab. Nach dem Scheitern der Revolution von 1848 wurde sie verboten und Marx auch aus Preußen ausgewiesen. Seine nächste und letzte Station war London, wo er unter drückender
finanzieller Not, aus der ihm sein Freund Engels immer wieder heraushalf, seine wichtigsten Schriften und zahlreiche Zeitungsartikel u. a. für die New York Daily Tribune verfaßte. 1859 erschien seine Kritik der politischen Ökonomie. Der erste Band seines großangelegten Werkes Das Kapital wurde 1867 publiziert, die Aufzeichnungen
für die Bände 2 und 3 erschienen in der Bearbeitung von Engels 1885 und 1894 nach seinem Tod. Die zahlreichen später aufgefundenen Fragmente, die vermutlich für einen vierten Band vorgesehen waren, gab Karl Kautsky zwischen 1905 und 1910 unter dem Titel Theorien des Mehrwertes (4 Bde.) heraus.
[ix] Freud, Sigmund (1856-1939),
österreichischer Arzt, Neurologe und Begründer der Psychoanalyse. Freud wurde am 6. Mai 1856 in Freiberg (heute Príbor, Tschechische Republik) geboren. Als er drei Jahre alt war, floh seine Familie vor antisemitischen Ausschreitungen aus Freiberg nach Leipzig. Kurz darauf ließ sie sich in Wien nieder, wo Freud den größten Teil seines Lebens
verbrachte. Er studierte an der Universität Wien. Freud wollte von Kindheit an Jurist werden, entschied sich jedoch kurz vor Aufnahme des Studiums anders und schrieb sich 1873 an der Universität Wien in Medizin ein. Inspiriert von Goethes Naturforschungen trieb ihn der intensive Wunsch, eine Naturwissenschaft zu studieren und sich an der Lösung der
komplexen Probleme zu beteiligen, vor die sich die Wissenschaft seiner Zeit gestellt sah. In seinem dritten Studienjahr begann Freud unter der Leitung des deutschen Arztes Ernst Wilhelm von Brücke im physiologischen Labor mit Forschungsarbeiten zum Zentralnervensystem. Die neurologische Forschung nahm ihn derart gefangen, daß er andere Pflichtkurse
nicht belegte und in der Folge drei Jahre länger studierte, als das für ein medizinisches Examen ansonsten erforderlich gewesen wäre. Nach seiner einjährigen Militärdienstzeit schloß Freud 1881 sein Medizinstudium ab. Er wollte seine Forschungsarbeit nicht aufgeben und blieb als Instruktor im physiologischen Labor an der Universität. Erst 1883 gab er
auf von Brückes dringendes Anraten die Forschungsarbeit auf, um praktische Erfahrung zu gewinnen. In den nächsten drei Jahren arbeitete Freud am Wiener Allgemeinen Krankenhaus, wo er sich nacheinander mit der Psychiatrie, der Dermatologie und den Nervenkrankheiten befaßte. 1885 erhielt er an der Universität Wien eine Stelle als Dozent für
Neuropathologie und verließ das Krankenhaus. Im Lauf desselben Jahres wurde ihm ein staatliches Stipendium gewährt, das es ihm ermöglichte, in Paris 19 Wochen bei dem französischen Neurologen Jean Charcot zu studieren. Dieser war damals Klinikdirektor des Psychiatrischen Krankenhauses Salpêtrière und behandelte die neurologischen Krankheiten mit
Hypnose. Freud untersuchte unter Charcots Anleitung hauptsächlich die Hysterie; diese Studien lenkten sein Interesse nachhaltig auf die Psychopathologie – die wissenschaftliche Erforschung psychischer Störungen. 1886 eröffnete Freud in Wien eine neurologische Privatpraxis. Daß er Charcots damals als unorthodox geltende Auffassungen zu Hysterie und
Hypnotherapie nachdrücklich vertrat, stieß in der Wiener Ärzteschaft auf heftigen Widerstand. Diese Ablehnung trug mit dazu bei, daß seine Neurosenlehre erst mit erheblicher Verzögerung akzeptiert wurde. Die Anfänge der Psychoanalyse Freuds erstes veröffentlichtes Werk, Zur Auffassung der Aphasien, erschien 1891; es handelte sich um
die Untersuchung einer neurologischen Störung, bei der aufgrund einer organischen Hirnerkrankung (siehe Gehirn) die Fähigkeit verloren gegangen ist, Wörter auszusprechen oder vertraute Objekte zu benennen. Seine letzte neurologische Arbeit, den Handbuchbeitrag Die Infantile Cerebrallähmung, verfaßte er 1897 nur auf Drängen des
Herausgebers; zu dieser Zeit suchte er im Grunde nicht mehr nach physiologischen, sondern schon nach psychologischen Erklärungen für psychische Störungen. Alle weiteren Veröffentlichungen befaßten sich mit diesem Forschungsgebiet, dem er 1896 den Namen Psychoanalyse gab. In Freuds gemeinsam mit dem Wiener Arzt Josef Breuer verfaßter Arbeit über
Hysterie kündigte sich seine neue Orientierung bereits an. Diese Arbeit wurde 1893 als vorläufiges Papier vorgelegt und erschien zwei Jahre später überarbeitet und erweitert unter dem Titel Studien über Hysterie. Die Symptome der Hysterie werden darin als Manifestationen nicht abgeführter emotionaler Energie verstanden, die mit vergessenen
psychischen Traumata (Verletzungen) zusammenhängen. Zur Behandlung wurde die Kranke (Hysterie wurde zumeist bei Frauen diagnostiziert) in Hypnose versetzt und dazu gebracht, sich an die traumatische (verletzende) Erfahrung zu erinnern und sie erneut zu erleben, um durch dieses kathartische Wiedererleben (siehe Katharsis) die Emotionen
abzuführen, die für die Symptome verantwortlich sind. Die Veröffentlichung dieser Arbeit markiert den Beginn einer auf klinischen Beobachtungen basierenden psychoanalytischen Theoriebildung. Zwischen 1895 und 1900 formulierte Freud einen Großteil der Konzepte, die zum Kern der psychoanalytischen Lehre und Praxis wurden. Bald nach der Veröffentlichung
seiner Studien über Hysterie gab er den Einsatz der Hypnose als kathartisches Verfahren auf; statt dessen untersuchte er nun den spontanen Gedankenfluß der Patienten – von ihm als freie Assoziation bezeichnet –, um die unbewußten psychischen Vorgänge aufzuklären, die den neurotischen Störungen zugrunde lagen. Aus seinen klinischen
Beobachtungen erschloß Freud die Existenz der psychischen Mechanismen der Verdrängung und des Widerstandes. Die Verdrängung verstand er als unbewußten Mechanismus, der dem Bewußtsein die Erinnerung an schmerzliche oder bedrohliche Erlebnisse unzugänglich machen soll. Widerstand wird dann als unbewußte Abwehr gegen das Bewußtwerden der
verdrängten Erfahrungen verstanden. Dieser Widerstand ist angstmotiviert. Mit Hilfe der freien Assoziationen seiner Patienten spürte er dem Wirken der unbewußten Prozesse nach; von ihnen ließ er sich auch bei der Traumdeutung und der Deutung von Fehlleistungen leiten. Die Deutung von Träumen führte ihn zu seinen Theorien der infantilen
(kindlichen) Sexualität und des sogenannten Ödipuskomplexes, der erotischen Bindung des Kindes an den gegengeschlechtlichen Elternteil und den damit einhergehenden feindseligen Gefühlen gegenüber dem anderen Elternteil. Diese Auffassungen waren wie die gesamte Freudsche Theorie zum Sexual- und Aggressionstrieb immer heftig umstritten.
In diesen Jahren entwickelte er auch die Theorie der Übertragung: des Vorgangs, bei dem emotionale Einstellungen, die sich zunächst in der Kindheit gegenüber den Elternfiguren herausgebildet haben, später im Leben auf andere Menschen übertragen werden. In seinem bedeutendsten Werk, der Traumdeutung (1900), werden alle grundlegenden Konzepte
dargelegt, auf denen Lehre und Praxis der Psychoanalyse aufbauen. Darin analysierte Freud zahlreiche eigene Träume, die er während einer dreijährigen Selbstanalyse seit 1897 aufgezeichnet hatte. 1902 erhielt Freud eine Professur an der Wiener Universität. Diese Ehre wurde ihm jedoch nicht in Anerkennung seiner Verdienste zuteil, sondern als Ergebnis
der Bemühungen eines äußerst einflußreichen Patienten. Die Mediziner standen seinem Werk nach wie vor feindlich gegenüber; seine nächsten Veröffentlichungen, Zur Psychopathologie des Alltagslebens (1904) und Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (1905), vertieften den Graben zwischen Freud und der herrschenden medizinischen Lehre nur
noch, was dazu führte, daß er auch weiterhin praktisch allein arbeitete. 1906 hatte Freud jedoch einen kleinen Kreis von Schülern und Anhängern um sich geschart, u. a. die österreichischen Psychiater Wilhelm Stekel und Alfred Adler, den österreichischen Psychologen Otto Rank, den amerikanischen Psychiater Abraham Brill und die Schweizer Psychiater
Eugen Bleuler und Carl Gustav Jung. Als weitere bedeutende Mitglieder kamen 1908 der ungarische Psychiater Sándor Ferenczi und der britische Psychiater Ernest Jones hinzu. Internationale Anerkennung Die wachsende Anerkennung der psychoanalytischen Bewegung ermöglichte 1910 die Gründung einer internationalen Organisation, der Internationalen
Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Während die Bewegung sich ausweitete und in ganz Europa und den Vereinigten Staaten neue Anhänger gewann, kam es zwischen Freud und einigen Mitgliedern seines Kreises zu heftigen Kontroversen. So sagten sich bald Adler und Jung, die beide Freuds Auffassung vom sexuellen Ursprung der Neurosen nicht teilen konnten,
von der Freudschen Psychoanalyse los und entwickelten eigene Theoriegebäude. Seit Beginn des 1. Weltkrieges widmete Freud sich weniger den klinischen Beobachtungen; vielmehr konzentrierte er sich darauf, mit Hilfe seiner Theorien Religion, Mythologie, die Künste, die Literatur sowie vor allem Kultur und Gesellschaft zu untersuchen. 1923 erkrankte er
an Gaumenkrebs, der neben einer Reihe von Operationen eine ständige schmerzhafte Behandlung erforderlich machte. Trotz dieses körperlichen Leidens veröffentlichte er auch während der kommenden 16 Jahre, wobei er sich hauptsächlich zu Problemen der Kultur und der Philosophie äußerte. Nach der deutschen Besetzung Österreichs 1938 floh Freud mit seiner
Familie nach London, wo er am 23. September 1939 starb. Die große wissenschaftliche Leistung Freuds besteht darin, durch den Nachweis der Existenz und des Wirkens des Unbewußten ein völlig neues Verständnis der menschlichen Persönlichkeit ermöglicht zu haben. Darüber hinaus begründete er eine neue medizinische Disziplin und stellte grundlegende
therapeutische Vorgehensweisen vor, die heute in abgewandelter Form in der psychotherapeutischen Behandlung (Psychotherapie) der Neurosen und Psychosen in großem Umfang eingesetzt werden. Unter seinen weiteren Werken sind zu nennen: Totem und Tabu (1913), Das Ich und das Es (1923), Das Unbehagen in der Kultur (1929), Neue Folge der Vorlesungen zur
Einführung in die Psychoanalyse (1933) und Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939).
[x] Ödipus; siehe Psychoanalyse unter
Freud
[xi] Adler, Alfred;(1870-1937),
österreichischer Psychologe und Psychiater. Adler wurde in Wien geboren, wo er auch studierte. Nach Beendigung seines Studiums stieß er zum Kreis um Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. 1911 verließ Adler jedoch den orthodoxen psychoanalytischen Zirkel und wurde zum Begründer einer eigenen tiefenpsychologischen Schule. Seit 1926 lehrte er
als Gastprofessor an der Columbia University, bis er 1935 mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten übersiedelte. Adler legte in seiner Analyse der individuellen Entwicklung den Schwerpunkt nicht auf sexuelle Triebe, sondern auf das Minderwertigkeitsgefühl als motivierende Kraft im menschlichen
Leben. Adler zufolge sind bewußte oder unbewußte Gefühle der Minderwertigkeit in Verbindung mit kompensatorischen Abwehrmechanismen die grundlegenden Ursachen für psychopathologisches Verhalten. Der Psychoanalytiker hat entsprechend die Aufgabe, solche Gefühle zu identifizieren, rational zu erklären und den so beim Patienten erzeugten
kompensatorischen neurotischen Willen zur Macht aufzubrechen. Zu Adlers Hauptwerken zählen Studie über die Minderwertigkeit von Organen (1907), Über den nervösen Charakter (1912), Praxis und Theorie der Individualpsychologie (1918), Menschenkenntnis (1927) und The Pattern of Life (1930). Adler war außerdem
Herausgeber der Internationalen Zeitschrift für Individualpsychologie (1914-1937).
[xii] „Summerhill“; Neill, Alexander
Sutherland, geb.17.10.1883, gest. 23.09.1973, britischer Pädagoge, 1921 Mitbegründer der Neuen Schule in Hellerau bei Dresden, 1924 gründete er in Lyme Regis die Internatsschule „Summerhill“, besonders auch für schwierige Kinder (seit 1927 in Leiston, Suffolk). Beeinflußt u.a. von der Sexuallehre W. Reichs, entwickelte Neill eine Form
repressionsfreier Erziehung, die die freie emotionale Entwicklung des Kindes durch Spaß und Spiel, Freiwilligkeit von Lernen und Unterricht, Selbstverwaltung sowie durch das Fehlen religiöser und moralischer Unterweisung gewährleisten will. (Das Summerhillprinzip“ wurde auch in unserem Umfeld sehr kontrovers diskutiert. Es gab Eltern, die das
ausprobierten, aber doch schnell wieder davon abkamen den Kindern jede Freiheit zu lassen. Zur Liberalisierung in der Erziehung hat das Prinzip, jedenfalls in Deutschland, aber beigetragen. Mein Vater lehnte das Prinzip ab, gleichwohl war unsere Erziehung andererseits nicht repressiv.)
[xiii] Courths-Maler, Hedwig; geb.
18.02.1867, gest. 26.11.1950, deutsche Schriftstellerin, war Verkäuferin in Leipzig und schrieb seit ihrem 17. Lebensjahr mehr als 200 Unterhaltungsromane, in denen sie den Märchentraum von Aufstieg, Reichtum, Glück sozial Niedriggestellter stets nach dem gleichen Klischee realisierte. Ihre Romane erreichten Massenauflagen.
[xiv] Richter, Horst Eberhard; geb.
28.04.1923, deutscher Psychoanalytiker und Sozialpsychologe, seit 1962 Professor in gießen, Direktor des dortigen Zentrums für psychosomatische Medizin. In seinen kulturkritischen, psychosomatischen und psychiatrischen Arbeiten bemüht sich Richter, die innerpsychologische und soziale Seite menschlicher Konflikte ganzheitlich zu analysieren
Therapeutisch setzte er sich für die Anwendung der Psychoanalyse in der Familien und Sozialtherapie ein.
[xv] Ledig-Rowohlt, Heinrich Maria;
geb. 12.03.1908, deutscher Verleger, Sohn von Ernst Rohwolt, dessen Verlag er von 1938-43 leitete. 1945 wurde er Mitgesellschafter der neu gegründeten, seit 1950 in Hamburg ansässigen Rowohlt Verlag GmbH, 1953 Geschäftsführer der neuen Rowohlt Taschenbuch GmbH. Ab 1960 leitete er beide Verlage in Hamburg.
[xvi] Miller, Henry (1891-1980),
amerikanischer Schriftsteller, geboren in New York, gestorben in Pacific Palisades bei Los Angeles. Seine freizügigen Bücher trugen wesentlich dazu bei, daß sexuelle Themen, deren literarische Verarbeitung bis dahin strengen Kriterien auch von seiten des Gesetzgebers unterlag, in der amerikanischen Literatur enttabuisiert wurden. Miller verließ
vorzeitig die Schule und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, bevor er sich Mitte der zwanziger Jahre dem Schreiben zuwandte. 1930 zog er nach Paris, wo er fast zehn Jahre lang das Leben eines Bohemiens führte und schließlich zu seinem eigenen Stil fand. Diese Jahre verarbeitet er in seinen erotisch geprägten autobiographischen Schriften:
Tropic of Cancer (1934, Wendekreis des Krebses), Black Spring (1936, Schwarzer Frühling) und Tropic of Capricorn (1939, Wendekreis des Steinbocks). Die Bücher wurden in den Vereinigten Staaten als pornographische Werke verboten, gelangten jedoch illegal ins Land und begründeten dort, zunächst inoffiziell,
Millers Ruf als Schriftsteller. 1940 kehrte er nach Amerika zurück und ließ sich im kalifornischen Big Sur nieder. Dort entstand eine Reihe von Werken, die sich durch einen lebendigen Stil, philosophische Anklänge und nicht selten drastische erotische Schilderungen auszeichnet. Beispiele sind die Reiseberichte The Colossus of Maroussi (1941,
Der Koloß von Maroussi) und The Air-conditioned Nightmare (1945-1947), ferner die Romantrilogie The Rosy Crucifixion mit Sexus (1949), Plexus (1953) und Nexus (1960), die autobiographische Schrift Big Sur and the Oranges of Hieronymus Bosch (1957, Big Sur und die Orangen des Hieronymus Bosch)
sowie das kritische Werk The World of Lawrence (1980). Miller engagierte sich als Kämpfer für individuelle und literarische Freiheit. Die von ihm propagierte „Heilssuche“ mittels intensiv durchlebter Erfahrungen beeinflußte die nachfolgenden Vertreter der Beat generation. Die Veröffentlichung der zwei „Wendekreis“-Romane zog in den Vereinigten
Staaten zahlreiche Prozesse nach sich, in denen die Bücher zunächst als pornographisches Schrifttum verboten wurden, die letztendlich aber mit einem Sieg für Henry Miller im Jahr 1964 endeten. Millers Werke wurden von der feministischen Literaturkritik als verherrlichende Darstellungen männlicher Potenz und unangemessene Schilderungen weiblichen
Masochismus kritisiert. Neben seinem literarischen Schaffen betätigte sich Miller auch als Amateurmaler und brachte es als solcher zu etlichen Ausstellungen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |

Persönlichkeiten - Public Figures positiv Figures Dr. Hans W. - Mensch, Arzt, Vater 2 |
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
       |
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
All articles and links, not written by rebellog, are quotations. The articles and links we present in these pages we found at
the time to be interesting. As a matter of principle, we cannot accept any restrictions to links with pages of dubious content. Judgement is left to the responsibility of the visitor. |
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Best view with 1280 x 1024 |
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
home |
headquarter |
news |
bio | help
| links | banner | guests
|
mail |
impressum |
copyright
Rebellog-Fullindex
Editor: Robin Renitent Graphic content designed by rebellog: Berthold Byte
© 2006 rebellog

|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
rebellog stands for:
Libertarianism – Anarchism - Anarchistic-Capitalism - Self-Governance - Individualism - Free-Trade - Global Competition - Right to Self-Defence – Cosmopolitanism - Freedom of Expression - Self-Determination – Optimism - Environmental Stewardship - Gender Equality – Liberty - Independent Thinking - Right to Bear Arms -
Critical Thinking - Right to Refuse Taxation - Right to Notaxable Income - Friendship with America and Israel - Right to Abortion-Pornography - Prostitution - Mild Stimulants
rebellog rejects:
Conservativism-Social - Democratism-Liberalism - Socialism-Collectivism - Government Control - Collectivism-Majority Rule - Protectionism -Tarifs – Duties - Wealth Redistribution – Nationalism – Censorship - Extreme Social Programs - Passivism-Nihilism - Environmental Fanaticism - Feminism – Quotas - Peace Activism - Fad Activism - Arms Control -
Intellactual Submissivness - Compulsive Government Taxation - Unions -Government Employment Regulation - Anti-Americanism - Anti-Semitism - Government Privacy Invasion
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
 |
| | |