| |
|
|
|
       |
|
|
|
|
|
 |
|


 |
|

|
|

 |
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
Dr. Hans W. - Mensch, Arzt, Vater |
|
|
|
|
|
|
|
The philosophy of Liberty is based on the principle of Self-Ownership
>all kinds of socialism cause poverty< |
|
|
|
|
|
|
|
In Memoriam II |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
Denk mal nach... |
|
|
|
click
click |
|
|
|
Think about it... |
|
| |
|
|
|
A page that over and above its political content also shows the world and environment of people who stand for their libertarian ideas.
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |

| |
Dr. Hans W. Sein Leben in Daten und Fakten 1. Mai 1927 – 2. November 1995
Tabellarischer Lebenslauf
01.05.1927 Geboren als Sohn des Studienrates Friedrich W. und seiner Ehefrau Maria, geborene
Beguhl, als zweites von drei Kindern, in Berlin-Wilmersdorf
1933-1937 Markus-Volksschule in Berlin-Steglitz
1933-1944 Paulsen-Oberschule
in Berlin-Steglitz hiervon
15.02.1943-11.09.1944 Luftwaffenhelfer (Scheinwerfer-Batterie im Norden Berlin, in Summt bei Birkenwerder
01.10.1944-31.12.1944 Reichsarbeitsdienst
10.01.1945-26.07.1945 Wehrdienst
(Dänholm und Oderfront) und Kriegsgefangenschaft (Schleswig-Holstein) August 1945-März 1946 In Westfalen, Kierspe, Fabrikarbeit, Bakelit Presse, Bäume fällen, Hospitant in
einer Volksschule (beabsichtigte Lehrerausbildung) März 1946 Rückkehr nach Berlin
März 1946-März 1947 Erneut 1 Jahr Paulsen-Oberschule mit Abschluss „Zeugnis der Reife = Abitur“ 14.05.1947-20.10.1947 Krankenpflegepraktikant
Graf Botho-Schwerin-Krankenhaus 24.11.1947-01.10.1948 Praktikant
im Bakteriologischen Institut der Universitäts-Frauenklinik, Berlin NW 7, Artilleriestraße 02.06.1948 Heirat
mit Ursula Wally Anneliese A. 09.04.1949 Geburt
des 1. Sohnes Robin R. Wintersemester 46-Mai 52 Studium, 8 Semester Humanmedizin an der Humboldt-Universität (Ärztliche
Vorprüfung - Physikum-Herbst 1950) Sommersemester 1952- Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin Sommersemester 1953
21. Mai.1954 Staatsexamen. Zugleich Bestallung als Arzt.
01.07.1954-30.09.1955 Pflichtassistent
im Städtischen Krankenhaus Westend, Kliniken der Freien Universität: Prof. Dr. med. Linder – Chirurgie 01.07.1954 - 14.03.1955, Prof. von Kress – Innere Medizin 15.03.1955 - 30.09.1955
11.01.1955 Geburt des 2. Sohnes C. R. M.
01.11.1955-31.10.1956 Assistenzarzt Kinderkrankenhaus Wedding, Kinderchirurgie, Chefarzt Weidenmann
01.11.1956-30.11.1956 Arbeitslos
1958 Promotion zum Dr. med.
05.06.1959 Geburt des 3. Sohnes J. R. M.
01.12.1956-31.05.1970 Assistenzarzt und Oberarzt (ab 01.06.1963) Rudolf-Virchow
- Krankenhaus, Chirurgie und Urologie – Prof. Wilhelm Heim (Zwischenzeitlich 01.02.1960-31.07.1960 II. Innere Abteilung – Prof. Höring) 05.Mai 1961 Anerkennung als Facharzt für Chirurgie
11.Juni 1965 Anerkennung als Facharzt für Urologie 1969-01.06.1970 Vorsitzender
des Personalrates des Rudolf-Virchow-Krankenhauses 01.06.1970-30.08.1991 Dirigierender
Arzt/Chefarzt der Urologie im Rudolf-Virchow Krankenhaus bzw. bis 31.011992 Pensionierung
15. Juni 1983 Ärztlicher Leiter des Rudolf-Virchow-Krankenhauses. Erneut zur Wahl gestellt und als Ärztlicher Leiter wiedergewählt am 05.August 1987
ab 01.09.1987 Ärztlicher Direktor des Standortes Wedding des Universitätsklinikums Rudolf-Virchow, zugleich Mitglied des Errichtungskuratoriums und des Klinikumsvorstandes.
Ausscheiden aus diesen Ämtern mit Wirkung vom 31. - 01.1992 durch Versetzung in den Ruhestand. De facto keine Dienstausübung mehr seit dem
01.08.1991 02. November 1995 gestorben in Berlin-Frohnau |
|
|
|
|
|
|
|
|


Online Translator.
To stop your Pop-Up-Stopper press "Strg"-Button.

Robin Renitent
My favorites:
Ali, Ayaan Hirsi
Aliberti, Lucia
Barenboim, Daniel
Benanteur, Dahmane
Berger, Erna
Berliner Philharmoniker
Björling, Björling
Bläser der Berliner Philharmoniker
Bravo, Manuel A.
Broder, Henryk M.
Bunny, Rupert W.
Fallaci, Oriana
Friedman, David
Galitsin, Gregori
Giebel, Agnes
Gigli, Benjamino
Hopper, Edward
Johaentges, Karl
Kästner, Erich
Koelbl, Herlinde
Lebeck, Robert
Lenau, Nikolaus
Leonhard, Wolfgang
Michener, James A.
Müller, Wilhelm
Nakic, Adrian
Newton, Helmut
Rand, Ayn,
Richter, Karl
Richter, Svjatoslav
Rozhdestvensky, G.
Saarinen, Pekka
Schneiderhahn, W.
Serebryakova, Sinaida
Snow, Aurora
Traven, B.
Wunderlich, Fritz
enter
My favorite assholes
enter
Other favorites on rebellog pages:
Fried, Erich
Geibel, Immanuel
Goethe, Joh. Wolfg.
Hebbel, Friedrich
Heine, Heinrich
Lessing, Gotthold E.
Möricke, Eduard
Odemann, Robert T.
Raabe, Rudi
Ringelnatz, Joachim
Schubert, Franz
Shelby, Hubert
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
Es gibt eine Mappe mit hunderten von Zeitungsausschnitten und Danksagungen. Hier folgen einige Beispiele: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
Berliner Morgenpost, Sonntagsausgabe, Titelseitenrubrik
„Menschlich gesehen“:
Beruhigt mit Gesang
Sein Leben hat er der Gesundheit verschrieben. Und in fast 28 jähriger Dienstzeit war der 56 jährige Mediziner Dr. Hans W. ganze drei Tage krank. Grippe. Seit kurzem ist der Chef - Urologe und Chirurg Ärztlicher Leiter des Rudolf – Virchow - Krankenhauses (RVK) in Wedding.
1948 begann der gebürtige Berliner sein Studium an der Humboldt-Universität im Ostteil der Stadt. Das Staatsexamen allerdings legte er an der FU ab. „Ich war nicht bereit, politische Kompromisse einzugehen, die für diese Prüfung erforderlich gewesen wären.“
Die medizinische Laufbahn begann Hans W. 1955 als Assistent in der Kinderklinik Reinickendorfer Straße. Ein Jahr später wechselte er zum RVK an der Amrumer Straße, dem er bis heute treu geblieben ist. Mit Hochachtung spricht er von seinem eigentlichen Lehrmeister, dem berühmten Chirurgen und Urologen Professor Dr. Wilhelm
Heim. Unter seiner fachkundigen Führung wurde W. 1961 Chirurg, 1965 Facharzt für Urologie. Vor 13 Jahren übernahm er die Leitung der Abteilung für Erkrankungen der Harnorgane.
Daß die Verwaltungsarbeit in dem großen Krankenhaus mit 1870 Patienten, 300 Ärzten, 1000 Schwestern und Pflegern sowie 300 medizinisch – technischen Angestellten zusätzliche Belastung bringt weiß der neue Chef. W.: „Trotzdem lasse ich mich vom OP und vom Krankenbett nicht trennen.“
Der Chirurg, der mit seiner Frau drei erwachsene Söhne hat, ist zufrieden. Obwohl er glaubt, daß die musikalische Seite in seinem Leben zu kurz kam. Er wäre auch gern Sänger geworden. Jetzt schmettert er hin und wieder im Operationssaal ein Lied. Einen kranken Engländer beruhigte er kürzlich mit dem Song: „ It’s a long way to Tipperary.“ M.J. |
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
BZ, #42 vom Samstag, 19. Februar 1972
Rettung gegen alle Regel der Kunst
Moabit: Ehefrau im Vollrausch niedergestochen, Strafe: 18 Monate
Um einen Stich ins Herz ging es gestern in einem Moabiter Schwurgerichtsprozeß, in dem ein 52 jähriger Rohrleger wegen eines Vollrauschdelikts zu anderthalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. An einem Wochenende im November 1971 hatte der Mann seine auf einer ausgedehnten Bierreise befindliche Ehefrau vom Abend bis zum nächsten Nachmittag in
verschiedenen Lokalen gesucht. Solange, bis er selbst über 2,1 Promille Alkohol im Blut hatte. Als er die Frau endlich fand, kam es zu einem Wortwechsel, in dessen verlauf er mit einem Küchenmesser auf sie einstach. Das die Frau die Stiche überlebte hat sie dem 44 jährigen Chefarzt der urologischen Abteilung des Rudolf-Virchow –Krankenhauses, Dr.
W., zu verdanken. Der Arzt kam zufällig hinzu, als die Frau im Krankenhaus auf einem Wagen lag: „Klinisch tot“. Unmittelbar zuvor war das Aufhören von Herzschlag und Atmung festgestellt worden. Dr. W. griff zum Skalpell. An Sterilisierungen und andere Vorkehrungen für eine „Normale“ Operation war nicht mehr zu denken. Der Arzt schnitt kurzerhand
den Brustkorb der Leblosen auf. Er
fing an, mit der Hand das Herz zu massieren. Der kühne Versuch gelang: Das verletzte Herz begann wieder zu schlagen. Die Frau konnte ins Leben zurückgerufen werden. Sie hat – wie der Arzt in seiner sehr zurückhaltend gemachten Aussage angab – keine bleibenden Schäden davon getragen.
Sogar einen Erfolg hatte das Erlebnis der Todesnähe für die 31 jährige: Sie hat ihrer verhängnisvollen Neigung zum Alkohol entsagt und sich mit ihrem Mann versöhnt. Berliner Morgenpost, # 42, 19. Februar 1972
Chefarzt rettete die klinisch Tote
Daß die 31 jährige Brigitte E. heute noch lebt, nachdem ihr Ehemann Kurt sie mit einem Küchenmesser bei einem Streit ins Herz gestochen hatte, verdankt sie allein der Geistesgegenwart des 44 Jahre alten Chefarztes für Urologie im Rudolf-Virchow-Krankenhaus, Dr. W.. Das veranlaßte gestern den Vorsitzenden des
Schwurgerichts zu den Worten: „Wir können Sie nur beglückwünschen, Sie waren wirklich ein Lebensretter. “Mit dem Stich ins Herz war die Frau am 29. November 1970 bewußtlos in die Unfallstation des Krankenhauses eingeliefert worden. Dazu Dr. W.: „ Als ich gerufen wurde, stand ihr Herz still. Sie war klinisch tot. Es
blieb keine Zeit, die Patientin in den Operationssaal zu bringen. So ließ ich mir ein Skalpell bringen und habe unsteril und mit blanker Hand sofort den Brustkorb geöffnet. Nach 30 Sekunden Massage schlug das Herz wieder. Der Stich hatte die linke Herzkammer getroffen.“ Unter Assistenz anderer Ärzte und Schwestern wurde dann sofort die
Operation vorgenommen. Nach vier Wochen konnte die Frau das Krankenhaus ohne Nachfolgen verlassen.
Von Lokal zu Lokal
Und das war die Vorgeschichte: Brigitte E: trank gern. Damals hatte sie die Wohnung verlassen, um die Haustür abzuschließen. Aber sie kam nicht zurück. Ihr 32 jähriger Ehemann fand sie in einem Lokal, wo denn beide tranken. Kurt E. ging wieder nach hause. Als die Frau nach 22 Stunden immer noch nicht nach Hause gekommen war, suchte er sie und
traf sie in einem anderen Lokal. Sie weigerte sich mit nach Hause zu kommen. Darauf holte er aus der Wohnung ein Küchenmesser und brachte seiner Frau fünf Messerstiche bei, von denen einer das Herz traf. Gestern stand Kurt E. wegen versuchten Totschlags vor dem Schwurgericht. Da er zur Tatzeit 2,1 Promille Alkohol im Blut hatte, wurde ihm der
Paragraph 51, Abs. 1 zugebilligt. Er wurde deshalb wegen eines im Vollrausch versuchten Totschlags rechtskräftig zu 18 Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährungsfrist verurteilt. Seine Frau hatte im Prozeß die Aussage verweigert und sich selbst die Schuld gegeben. Sie hat dem Alkohol entsagt, und die Ehe ist wieder in Ordnung.
Der Tagesspiegel, #42, Samstag 19. Februar 1972
Notoperation nach klinischem Tod
Ehemann stach sein Frau im Vollrausch nieder – 18 Monate Freiheitsstrafe
„Ich schließe bloß die Haustür ab“, hatte die Ehefrau zu ihrem Mann gesagt, als sie gegen 20 Uhr die Wohnung verließ. Erst einen Monat später war sie zurückgekehrt. Was dazwischen lag – und das war zum Teil höchst dramatisch – wurde gestern in einem Schwurgerichtsprozeß erörtert. Der 32 jährige Ehemann hatte sich nach etwa drei Stunden
aufgemacht, seine ein Jahr jüngere Frau zu suchen. Er fand sie in einem Lokal. Sie war stark angetrunken und weigerte sich, mit heim zu kommen. Da ließ er sie sitzen.
Nachdem er seinerseits ein paar Kneipen angesteuert hatte, wie er gestern sagte, traf er in einer anderen Gaststätte abermals auf sie. Das war am 29. November 1970, einem Sonntag nach 17 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war sie seit 21 Stunden, er seit rund 18 Stunden ununterbrochen unterwegs. Vergeblich versuchte er sie mit nach Hause zu nehmen.
Unschlüssig ging er dann hinaus. Wenig später kam er zurück. Und nach einem erneuten Wortwechsel stieß er seiner Frau ein spitzes Messer zweimal in die Brust. Danach entfernte er sich gemessenen Schrittes und verständigte von einem anderen Lokal aus telephonisch die Polizei.
Die Frau wurde von der Feuerwehr besinnungslos zur chirurgischen Rettungsstelle des Rudolf – Virchow - Krankenhauses transportiert. Der Chefarzt der urologischen Abteilung, Dr. W., wollte an diesem Sonntagabend gerade das Haus verlassen, als man ihn rief. Er kam im Laufschritt. Doch als er an die Trage trat, auf der die
Patientin noch immer lag, atmete die Frau nicht mehr; ihr Herz hatte gerade aufgehört zu schlagen. „Sie war klinisch tot“, bekundete gestern im Prozeß der 44 jährige Urologe, der auch Facharzt für Chirurgie ist. „Aber ich rechnete mir noch eine gewisse Chance aus.“ Sofort hatte er, unter Verzicht auf die sonst üblichen
Operationsvoraussetzungen, ein Skalpell ergriffen und der Frau den Brustkorb geöffnet, in dem sich zwei Liter Blut befanden. Nach etwa einer halben Minute Massage setzte der Herzschlag wieder ein.
Der aus spontanem Entschluß vorgenommene und in vollem Umfang improvisierte Noteingriff gelang. Es kam auch später zu keinen Komplikationen. Als die Patientin nach rund vier Wochen entlassen wurde, zeigte das Herz praktisch keine funktionellen Ausfälle mehr. „Wir beglückwünschen Sie zu diesem Erfolg. Sie haben sich wahrhaft als Lebensretter
erwiesen“, sagte der Gerichtsvorsitzende zu dem Arzt.
Die Frau trinkt seither keinen Tropfen mehr. Mit ihrem Mann hat sie sich längst ausgesöhnt. „Ich war selbst schuld an dem Unfall“, war alles, was sie gestern als Zeugin sagte. Der Mann hatte, als er damals zustach 2,1 Promille Alkohol im Blut. Die Wirkung war durch Kopfschmerztabletten verstärkt die er nimmt, seitdem er 1969 bei einem
Überfall eine Gehirnverletzung erlitten hatte. Und seither verträgt er Alkohol besonders schlecht. Da seine Zurechnungsfähigkeit infolgedessen nach Feststellung des Schwurgerichts zur Tatzeit aufgehoben war, wurde der des Totschlagsversuchs beschuldigte Angeklagte – bei Bejahung diese Tatbestandes in objektiver Hinsicht – wegen fahrlässigen
Vollrauschs zu 18 Monaten Freiheitsstrafe mit dreijähriger Bewährungsfrist verurteilt. Er und auch der Staatsanwalt erklärten sofort Rechtsmittelverzicht.
(Vorsitzender Landgerichtsrat Schaffert, Vertreter der Anklage: Staatsanwalt Ludwig, Verteidiger Rechtsanwalt Hans Schneider) |
|
|
|
|
|

Political Posters

Montages and Caricatures

Portraits

Filterplay |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
Beitrag der Familie zur Trauerfeier für Dr. Hans W. am 16. November
1995, - Kapelle Hermsdorfer Friedhof
Hans W. wurde am 1. Mai 1927 geboren. Erst spät war an jenem klassenbewußten Tag ein Taxi zur Klinik zu bekommen. Aber Hans wurde ein Sonntagskind. Und er wurde – wie seine Mutter – eine Frohnatur. Er hatte einen 2 Jahre älteren Bruder und eine 2 Jahre jüngere Schwester. Die drei bildeten mit den Eltern –
der Vater war Studienrat, er fiel bei Kriegsende – und auch mit den beiderseitigen Großeltern eine glückliche Familie. . Die zweite Heimat ihrer unbeschwerten Kindheit – mit Vettern und Cousinen – war Kölpinsee auf Usedom. Einen Teil des Krieges und seiner Schrecken erlebte Hans W. als Luftwaffenhelfer und Marinesoldat. Nach dem Kriege schloß er die Schule mit dem Abitur am
Paulsen Gymnasium in Steglitz ab. Er studierte Medizin an der Humboldt- und dann an der Freien Universität und wurde 1954 Arzt. Er war Pflichtassistent bei Prof. Linder (Chirurgie) und Prof. von Kress (Inneres), beide an der Freien Universität. Er arbeitete als Assistenzarzt bei Prof. Weidenmann im Kinderkrankenhaus Wedding. Als Assistenzarzt und dann als
Oberarzt wirkte er in der Chirurgie und in der Urologie bei Herrn Prof. Wilhelm Heim. 1961 wurde er Facharzt für Chirurgie und 1965 als solcher für Urologie anerkannt. 1969 wurde er Vorsitzender des Personalrates des Rudolf-Virchow-Krankenhauses. 1970 wurde er Dirigierender Arzt der Urologie dieses Krankenhauses. Diese Aufgabe erfüllte er mit großem
Engagement bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1992. 1983 wurde Hans W. zum Ärztlichen Leiter des Rudolf-Virchow-Krankenhauses gewählt und bis zu seiner Pensionierung wiedergewählt. Ihm oblag es auch noch, dieses Krankenhaus in das Universitätsklinikum Rudolf-Virchow zu überführen. Für sein herausgehobenes Wirken erhielt er das
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Hans W. hat sich in seinem Beruf in besonderem Maße engagiert.
Dabei kam sein Privatleben vielleicht etwas zu kurz. Aber er pflegte es um so intensiver. Er führte eine durchweg glückliche Ehe, aus der drei Söhne hervorgingen. Die Anfangszeiten wurden mit eisernem Sparwillen bewältigt. Auch belasteten ihn Sorgen mit den Söhnen, die bis in jüngste Vergangenheit andauerten. Den außerordentlichen beruflichen und familiären
Herausforderungen konnten Hans W. und seine Frau nur durch einen nicht zu erschütternden Zusammenhalt in ihrer 48 jährigen Ehe begegnen. Seinen Kindern war Hans W. in großer Liebe zugetan, und seine Güte und Hilfsbereitschaft, sein Einsatz für sie, überschritt weit das normale naß väterlicher Zuwendung.
Hans W. war auch Schwiegervater und Großvater. Seine Schwiegertöchter A. und S.
hatte er wie eigene Töchter ins Herz geschlossen. Er hatte 5 Enkel, S. I., M. und V.. 5 Tage vor seinem so überraschenden und unfaßbaren Tod wurde er durch die Geburt seines Enkels Alexander zum 5. Male Großvater. Es ist der Familie ein Trost, daß es ihm vergönnt war,
sich an dem neuen Enkel noch zu freuen. Hans W.war ein außergewöhnlicher Mann. Niemals schonte
er seine Kräfte, niemals ließ er nach in seinem Wirken für die ihm Anvertrauten, für die Mitglieder der Familie ebenso wie für Freunde und Patienten. Die Kraft für diese Fürsorge und für sein großes soziales Engagement gewann er aus einem festen Gottvertrauen. Hans W. war von eiserner Disziplin sich selbst gegenüber. Er beachtete wohlmeinende Bitten,
sich zu schonen, nicht. Er war ein sehr fröhlicher Mensch. Er liebte es zu feiern, Gastgeber zu sein. Er liebte klassische Musik über alles und er sang gerne und oft. Seine beeindruckendste Eigenschaft war jedoch seine Bescheidenheit, sein Verzicht auf Äußerlichkeiten.
„Vater“, so sagen seine Söhne und Schwiegertöchter und seine Enkel, „Du hattest so viele Pläne, wolltest mit Mutter noch reisen,
lesen uns helfen und vor allem „l e b e n““. Vater wir hätten Deines Rates noch bedurft, Deine Nähe gebraucht, hätten Dein Lachen hören wollen, Deine Liebe so gern weiter gespürt.
Vater, Deine Würde, Dein Anstand, Deine Integrität, Deine unendliche Liebe, Deine Güte, Deine Wärme, Deine Hilfe werden uns sehr fehlen. Aber sie werden uns auch Verpflichtung und Vorbild für die Zukunft sein. Vater Du warst ein unerreichbares Vorbild. Wir werden Dich immer lieben und nie vergessen.
In unseren Herzen bist Du für alle Zeiten gegenwärtig! |
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
Nachruf auf einen Freund und Kollegen
Prof. Dr. med. Helmut Witt
Am 02. November 1995 ist der letzte Ärztliche Direktor des Rudolf-Virchow-Krankenhauses und Chefarzt der Urologischen Abteilung, Dr. med. Hans W., völlig unerwartet im Alter von 68 Jahren einem akuten Herzinfarkt erlegen.
Hans W. ist am 1.Mai 1927 in Berlin geboren und in Steglitz zur Schule gegangen. Mit 15 Jahren wurde er als sogenannter Luftwaffenhelfer eingezogen und bei den schweren Luftangriffen auf Berlin eingesetzt. Mit
17 Jahren kam er für einige Monate zum Reichsarbeitsdienst , wurde anschließend Soldat, kam an die Ostfront und geriet zum Kriegsende in Schleswig-Holstein in englische Gefangenschaft. 1946 kehrte er nach Berlin zurück und holte 1947 das Abitur nach. Nach vorübergehender Tätigkeit als Krankenpfleger begann er 1948 das
Medizinstudium an der Humboldt-Universität[i], das er 1953 an der Freien Universität mit dem Staatsexamen
abschloß. Es folgten Assistentenjahre an der ersten Medizinischen- und Chirurgischen Klinik im Klinikum Charlottenburg der FU, anschließend eine Tätigkeit auf der kinderchirurgischen Abteilung des Krankenhauses Wedding. Von 1956 bis zu seiner Pensionierung 1992 war Hans W. ununterbrochen im Städtischen
Rudolf-Virchow-Krankenhaus tätig. Er wurde zunächst Assistent auf der chirurgischen Abteilung bei Prof. Dr. Wilhelm Heim. Nach einer Tätigkeit als Oberarzt an der chirurgisch – urologischen Abteilung wurde er 1970 zum Chefarzt der urologischen Abteilung des Rudolf-Virchow-Klinikums ernannt. 1981 wurde er stellvertretender Ärztlicher Leiter und seit 1983
Ärztlicher Leiter dieses Krankenhauses. In der schwierigsten Phase des Städtischen Rudolf-Virchow-Krankenhauses, bei seinem Übergang in eine Universitätsklinik übernahm er 1987 erneut, die zu diesem Zeitpunkt besonders undankbare und schwere Aufgabe des Ärztlichen Direktors. Er war ein erbitterter Kämpfer für den Erhalt des Rudolf-Virchow-Krankenhauses. Es
ist aber typisch für ihn und seine Auffassung von Pflichtgefühl und Demokratie, daß er dann nach der politisch mehrheitlichen Entscheidung für das Universitätsklinikum loyal und mit großem Einsatz seine Aufgabe wahrnahm. Es blieb nicht aus, daß er sich hierbei unvermeidlich nicht nur Freunde erwarb. Auch seine damaligen Kritiker mußten ihm aber seine
Loyalität und seine Absicht, stets zum besten des Klinikums tätig zu sein, bestätigen. Neben dieser umfangreichen Arbeit in unserem Hause nahm er ehrenamtlich auch berufspolitische Aufgaben wahr. Diese, nicht unerhebliche berufliche Belastung ertrug er ebenso wie schwere persönliche familiäre Sorgen mit
bewundernswerter Geduld und Gelassenheit. Mit dieser Einstellung hat er Schwierigkeiten gemeistert, die für andere Menschen existentiell gewesen wären. Seine eigene Person und damit auch seine Gesundheit stellte er sowohl beruflich als auch privat immer hinter der selbst gestellten Aufgabe zurück. Hans W. war nie ein Mann
der großen Worte. Sein persönlicher Einsatz ging weit über das von einem Chefarzt ohnehin zu erwartende Maß hinaus. So nahm er, um nur ein Beispiel zu nennen, auch als Chefarzt am Bereitschaftsdienst seiner Abteilung teil.
Im persönlichen Umgang war er stets ausgeglichen und hatte immer ein Ohr für die Sorgen anderer Menschen. Für seine Patienten brachte er menschliche Zuwendung in großem Maße
auf. Seine ihn auszeichnende Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft hatten auf alle, die ihn kannten, einen großen Eindruck hinterlassen.
Seine Verdienste wurden 1993 durch die Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse[ii]
der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Beinahe 40 Jahre währte unsere kollegiale Partnerschaft, die schon bald in eine enge Freundschaft überging. Als Kollege und Freund war stets auf ihn verlaß. Das Klinikum Rudolf Virchow hat ihm viel zu verdanken. Unter großer Anteilnahme der Klinikumsleitung, zahlreicher Kollegen, seiner Schüler, Freunde und
Patienten wurde er am 16. November 1995 in Berlin-Hermsdorf[iii] nach einer würdigen Trauerfeier beerdigt. |
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
In Memoriam Dr. Hans W. von Joachim Stein Es ist ein kalter Dezembertag 1998, so richtig typisches Berliner Schmuddelwetter. Die Straßen leicht überfroren, immer wieder etwas Schneefall und
deshalb sitze ich in der S-Bahn, statt im Auto und lasse mich nach Hermsdorffahren. Für Nicht - Berliner muß ich erwähnen, daß ich aus Dahlem komme, das liegt im Südwesten von Berlin und von dort fährt man ca. 1 Stunde mit der Bahn nach Hermsdorf, das im Norden von Berlin liegt. Mein Ziel ist der dortige Friedhof,
nein, das ist falsch, mein Ziel ist ein bestimmtes Grab, in dem ein Mensch seine letzte Ruhestätte gefunden hat; den ich meinen besten Freund nennen möchte:
Dr. Hans W.
Ich stehe am Grab, eine alte Frau geht suchend durch die Reihen, bleibt stehen und fragt: „War der verstorbene Ihr Bruder?“ „Nein“, sage ich, doch vom Alter her hätten wir Geschwister sein können, ich bin ein Jahr jünger, Jahrgang 1928. Sie geht weiter und meine Gedanken kreisen nun um die Frage: „Wer warst Du, Hans?“
Ich möchte versuchen, für Menschen die Dich kannten oder die es später einmal interessiert, aufzuschreiben, wie ich Dich erlebt habe: Aber wo soll ich da beginnen, wie kann ich Dir und Deiner Lebensleistung
gerecht werden, die mir zu beurteilen doch gar nicht zusteht. Du warst Arzt, Du hast dieser Berufung zu helfen und heilen alles untergeordnet, das konnte ich schon bei unserer ersten Begegnung, vor über 30 Jahren feststellen. Als Du damals in meine Firma kamst, um elektrische Geräte für die Krankenstation im Rudolf-Virchow-Krankenhaus zu kaufen, war eine
Frage von Dir, ob Du mich auch privat am Abend zwecks Beratung anrufen könntest, da Du erst zu später Stunde für ein Gespräch Zeit hättest, ------- wenn die Kranken versorgt sind. Diese Aussage, daß Du für Dich erst Zeit hast, wenn alles andere getan ist, hatte für Dein ganzes Leben Gültigkeit. Aus unseren geschäftlichen Kontakten wurden dann private,
offensichtlich stimmte, die, wie man heute sagt, Chemie bzw. Wellenlänge. Da sich auch unsere Frauen gut verstanden, entwickelte sich unsere Freundschaft. Wir stellten bald viele Gemeinsamkeiten fest. Beide aus gutbürgerlichen Familien, fast gleichaltrig, haben wir uns – getreu unserer Erziehung und Einstellung zum Vaterland – mit 16 bzw. 17 Jahren
freiwillig noch 1944 zur Verteidigung unseres Landes gemeldet. Du, Hans, als Flakhelfer im Raum Berlin, ich als Funker zur Marine nach Emden.
Wir hatten großes Glück und haben überlebt. Daß wir getäuscht und mißbraucht worden sind, hat unsere Generation erst nach 1945 erfahren. Unsere Erfahrung aber aus dieser Katastrophe hat Dich, und auch mich, immun gemacht gegen jegliches totalitäres Regime. Du hast mir oft gesagt, daß Du von Anfang an das
Entstehen und Werden der freiheitlichen demokratischen Bundesrepublik begrüßt hast. Die Werte, die dieser Staat verkörpern wollte, die Möglichkeiten, die er den Menschen zur Entfaltung gab, entsprachen Deinen Vorstellungen. Was Du in dieser ersten Aufbauphase geleistet hast, kann am besten Deine liebe Uschi beurteilen. Ausbildung, Weiterbildung, Dienst auf
der Station und fahrbarer Notfalleinsatz am Wochenende. Hast Du darüber geklagt? Nein, hast Du nach Hilfe vom Staat gerufen? Nein, unsere Generation hat die Ärmel hochgekrempelt und versucht, für sich und die Familien, die wir inzwischen gegründet hatten, einen gewissen Wohlstand und ein Heim geschaffen. Aber auch unser Land erblühte, und der Staat konnte,
Dank unser aller Steuerzahlungen, ein beispielhaftes soziales Netz knüpfen. Wie konnte man am Anfang erahnen, daß eine, im Laufe der Jahre immer weiter wachsende, Anspruchshaltung vieler Menschen, den Staat zu riesiger Verschuldung treiben konnte? Die Steuerlast[ii]
wurde immer größer, damit die Leistungs- und Zahlungsbereitschaft, selbst der Gutwilligsten, eingeengt bzw. untergraben. An ein Gespräch bei uns, so in den achtziger Jahren erinnere ich mich genau. Die Zeitungen hatten‚ mal wieder die Staatsverschuldung, pro Kopf der Bevölkerung, ausgerechnet. Deine Meinung war: Wenn sich die Probleme damit würden lösen
lassen, die Menschen, die es könnten, den auf sie entfallenden Betrag als Einmalzahlung abführen sollten. Wenn es etwas gebracht hätte, so bin ich mir sicher, Du hättest gezahlt. Warum schreibe ich das so auf? Meiner Meinung nach warst Du ein Mensch, der immer und auf allen Ebenen bereit war zu helfen, auszugleichen und zu tolerieren.
Wer aber warst Du noch? Ein guter Gastgeber und ein ausgezeichneter Gesellschafter. Dein herzhaftes, befreiendes Lachen klingt uns heute noch in den Ohren.
Ein Mensch, dem, wie bei Dir, bei seiner täglichen Arbeit, der Tod stets gegenwärtig war, braucht dieses Ventil. Du hättest noch viel mehr lachen sollen!! Warst Du im täglichen Ablauf ein bescheidener, ja im Essen geradezu äußerst genügsamer Mensch, hast Du Dich bei Deinen Einladungen in Euer Haus in Frohnau, als perfekter Koch präsentiert. Ausgezeichnet
zusammengestellte Menüs wurden von Dir kredenzt und von allen Gästen, die an der immer von Uschi festlich gedeckten Tafel saßen, hochgelobt. Die fröhliche Runde von Ärzten, Anwälten, Architekten und Geschäftsleuten, die Du um Dich versammelt hattest, kamen stets gern und wenn auch in den letzten Jahren die ernsten Probleme zunahmen, freute sich jeder schon
auf die nächste Feier. Unvergessen für uns die großen Feiern zu Deinem 50., 60. und 65. Geburtstag. In meiner Erinnerung war besonders der 50. gefeiert 1977 im Hotel Gehrhus[iii]
im Grunewald, ein besonders festliches Ereignis. Die große W. -Familie war vollständig versammelt, es wurde musiziert und Dein Sohn Rainhardt gab Proben seines gesanglichen Könnens, in Form von einigen Arien, zum Besten.
Beruflich warst Du, so glaube ich, fast auf dem Höhepunkt und die Jahre bis zu Deinem 55. Geburtstag waren wohl, so erschien es mir jedenfalls, Deine erfolgreichsten. Das Jahr
bleibt mir aus vielen Gründen unvergessen. Für mehrere Monate war ich als Patient auf Deiner Station und wenn ich diese Zeilen heute schreiben kann, habe ich das nur Deiner ärztlichen Kunst zu verdanken. Da konnte ich miterleben, wie Du Dich bis zur Erschöpfung für Deine Patienten eingesetzt hast. Sehr oft bist Du dann noch spät abends in mein Zimmer
gekommen und hast mir von Deinen Sorgen erzählt. Die Belastungen in der Klinik und der Kummer den Dir Deine Söhne, Rainhardt und Matthias, bereiteten, begannen Dich zu zermürben. Die Problematik war jedoch so komplex, wir fanden keine Lösung. Die Übernahme weiterer Aufgaben, als ärztlicher Leiter des Universitätsklinikums Virchow, kosteten Dich weitere Zeit
und die Stunden, die für Deine Familie und zur Regeneration zur Verfügung standen, wurden immer weniger. Alle gut gemeinten Warnungen Deiner Freunde wurden ignoriert. Es kam die Vereinigung unseres Landes 1990,
in deren Folge begann auch eine große Umstrukturierung[iv] des Gesundheitswesens und damit kam für Dich die Chance
einer früheren Pensionierung. Doch es war wohl zu spät. Dein Herz konnte nicht mehr die Dauerbelastungen, sowie die nicht enden wollenden Sorgen, verkraften.
Am 02.November 1995 starb mein Freund. Helfen konnte ihm, der Selbst Tausenden von Menschen in seinem Leben geholfen hatte, niemand mehr. Ein Lebensweg, gradlinig, mit allen guten preußischen Tugenden, bescheiden, fleißig, sparsam – und jederzeit zur Pflichterfüllung bereit, hatte sein Ende erreicht. Das
Dein Lebenswerk auch durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse bestätigt und gewürdigt wurde, war eigentlich selbstverständlich. Diese Ehrung war Anerkennung Deiner Leistung und Wertschätzung Deiner Person.
Für Dich aber dürfte wichtiger sein, daß es noch viele Menschen gibt, die, wenn sie an Deinem Grab vorbei kommen, sagen können:
Hier liegt Dr. HANS W., er hat mir geholfen. DANKE! |
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
| |
|
|
|
|
|
|
mail |
|
|
|
|
|
 |
|
| |
[ii] Steuer,
siehe hierzu spezielle Gedanken und Erinnerungen, auch an meinen Vater, in meinem Kapitel.
[iii] Schloßhotel
Gehrhus war ein kleines, elegantes und exklusives Hotel mitten in einem Wohngebiet in Berlin-Dahlem liegend. Besonders hübsch war die große, stilvoll gestaltete Eingangshalle. Hier war der Empfang den meine Eltern am 50. Geburtstag meines Vaters gaben. Nach wechselnden Besitzverhältnissen wurde es in den 90 iger Jahren innen von Karl
Lagerfeld (Deutscher Modezar und Designer) völlig umgestaltet.
[iv] Umstrukturierung.
Der Senat von Berlin hatte, unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen, beschlossen, das Gesundheitswesen Berlins Umzustrukturieren. Das Klinikum Steglitz der FU sollte erhalten bleiben. Das Klinikum Charlottenburg aber mit dem kommunalen Krankenhaus Rudolf Virchow zusammengelegt und zum UKRV zum Universitätsklinikum Rudolf Virchow
ausgebaut werden. Dazu waren, in beiden Häusern, große personelle Veränderungen nötig und zwar auf jeder Ebene. Von der Krankenschwester bis zum Chefarzt mußten viele Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz fürchten, mindestens aber drohte vielen langjährigen Mitarbeitern die Versetzung. Die Charlottenburger, als Uniklinik, fühlten sich den „kommunalen“
überlegen und wollten vor allem ihre eigenen Mitarbeiter unterbringen bzw., wieder übernehmen. Gleichzeitig wurde das Kinderkrankenhaus, in der Reinickendorfer Str. separat gelegen, aufgelöst und in das Hauptgelände integriert. Um in den räumlichen Anforderungen den Aufgaben dieses modernen Universitätsgroßklinikums gerecht werden zu können, wurde
der alte, von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann nach Virchows Angaben erbaute Pavillon stil aufgegeben. Mein Vater hatte die Aufgabe als Ärztlicher Direktor das kommunale Krankenhaus in ein Universitätsklinikum umzuwandeln. Dabei versuchte er allen Mitarbeiterwünsche gerecht zu werden um Umsetzungen möglichst „schonend“ für die Mitarbeiter zu
bewerkstelligen. Auch Entlassungen suchte er zu vermeiden. Gleichzeit war er an der Planung der beiden „Gebäudeschienen“ längs zur Hauptallee, in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Münchener Architektenteam intensiv beteiligt. Er verhinderte erfolgreich die Aufgabe der Hauptallee (die vom Haupteingang auf die Pathologie – als dem „Endpunkt“
zuführte) und setzte sich dafür ein die wunderschönen Kastanien zu erhalten. Das Röntgenzentrum wurde zentral unterirdisch unter der Hauptallee angelegt (Leiter Prof. Witt – später Prof. Felix) und war so von allen Abteilungen schnell zu erreichen („Krankenhaus der kurzen Wege“). Die Pathologie wurde Bibliothek. Neben dem Haupteingang entstand das
Herzzentrum. Die organisatorische, die personelle und die bauliche Umstrukturierung waren eine höchst undankbare und schwere Aufgabe, allein schon zuviel für einen Menschen. Mein Vater sah sich aber in erster Linie als Arzt und nicht als „Administrator“. Sein ärztliches Wirken war den administrativen Aufgaben vorangestellt. Für seine Arbeit an der
Umstrukturierung erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Er war aber immer der Ansicht, daß damit sein ärztliches Wirken nicht gewürdigt worden war und er es „dort“ eher verdient hätte.
[i] Beitrag der Familie W.. Ich konnte als ältester Sohn, der ich die traurige Aufgabe hatte die Trauerfeier zu organisieren, die Vorstellung nicht ertragen, daß ein uns unbekannter Pfarrer, (wie waren nun einmal keine Kirchgänger oder aktiven Gemeindemitglieder), eine Rede hielt auf einen
ihm völlig unbekannten Verstorbenen. Wir luden daher den Pfarrer zu einem Gespräch ein und baten ihm mich, als ältesten Sohn die Trauerrede halten zu lassen. Sein Einwand ich könnte eventuell die Fassung verlieren überzeugte mich und so bat ich ihn wenigstens den von mir verfaßten Text vorzutragen. Er hat das dann auch so gemacht, allerdings war er
wohl nicht ganz „glücklich“ dabei. Nach seiner Aussage hatte er es noch nie erlebt, daß eine Trauerfeier so von den Angehörigen in ihrem Ablauf und bis ins letzte Wort festgelegt worden war.
[i]Humboldt,
Alexander, Freiherr von(1769-1859), deutscher Naturforscher, Geograph und Forschungsreisender, der durch viele wertvolle Beiträge zur Geophysik, Meteorologie und Ozeanographie bekannt wurde. Er ist der Bruder von Wilhelm Freiherr von Humboldt. Humboldt wurde am 14. September 1769 in Berlin geboren. Er erhielt
Privatunterricht und besuchte verschiedene Universitäten sowie die Bergakademie in Freiberg. Er ist bekannt als Naturforscher, Diplomat, Astronom, Mineraloge und Anatom; gleichzeitig erwarb er sich Ruhm durch die Erkundung Lateinamerikas. 1799 unternahm er von Spanien aus eine Schiffsreise, hielt sich kurz auf den Kanarischen Inseln auf und landete
schließlich in Cumaná (Venezuela). Humboldt erforschte den Orinoco in seiner ganzen Länge und einen Großteil der Flüsse des Amazonas. Außerdem bereiste er Kuba, das Flußgebiet des Río Magdalena in Kolumbien und die Anden in Ecuador, wo er den Vulkan Chimborazo bestieg, der 5 800 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Er studierte Meeresströmungen,
relative Temperaturen (der Höhe entsprechend), die magnetische Feldstärke in bezug auf den Äquator, Mineralien sowie die Pflanzen- und Tierwelt. Die letzte Zeit seiner fünfjährigen Erforschung Lateinamerikas verbrachte er in Mexiko. 1804 kehrte Humboldt nach Europa zurück und brach 1829 zu einer wissenschaftlichen Erkundungsreise durch den Ural und
den Altai (Rußland) auf. In den letzten Jahren seines langen Lebens schrieb Humboldt ein fünfbändiges Werk mit dem Titel Kosmos (1845-1862), in dem er nicht nur seine umfangreichen wissenschaftlichen Kenntnisse, sondern auch einen Großteil der in der damaligen Zeit angesammelten wissenschaftlichen Kenntnisse über Geographie und Geologie
zusammenfassend darstellte. Kosmos gilt als das erste Lehrbuch der Geophysik. Humboldt starb am 6. Mai 1859 in Berlin. Humboldt, Wilhelm, Freiherr von (1767-1835),
preußischer Politiker, Schulreformer, Sprachforscher und Philosoph. Er wurde am 22. Juni in Potsdam als Bruder des Naturwissenschaftlers Alexander von Humboldt geboren und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten von Frankfurt an der Oder, Göttingen, Weimar und Jena. Während und nach den Napoleonischen Kriegen stand er im preußischen
Staatsdienst, reformierte als Erziehungsminister das preußische Schul- und Universitätswesen nach humanistischen Prinzipien und den sozialreformerisch-anthropologischen Ansätzen des Schweizer Reformpädagogen Johann Heinrich Pestalozzi. Humboldt gründete in Berlin eine Universität, die nach ihm benannt wurde. Von 1810 bis 1815 war er Bots | | | | |