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Beispiel 3

 

Kevin Brauer kommt aus kleinen Verhältnissen. Seine Mutter geht putzen,  sein Vater arbeitet beim Gleisbau. Brauers sind anständige, fleißige Leute, die für ihren Sohn das Beste wollen. Jahrelang haben sie eisern gespart, sich nichts gegönnt. "Soll mal alles für Kevin sein", sagt seine Mutter und schaut ihren einzigen Sohn verliebt an.

 

Kevin ist ein heller Junge, er entwickelt sich überdurchschnittlich schnell. Als er in die Schule kommt kann er bereits lesen. Er verlässt die Grundschule nach der 4 Klasse und wechselt auf mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasium. Hier legt Kevin richtig los und überflügelt bereits nach kurzer Zeit alle seine Kameraden. Seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse sind hervorragend und seine Computerkenntnisse besser als die jeden Lehrers an seinem Gymnasium. Er´gestaltet die Schul-Webpage. Er gilt als hochbegabtes Kind und darf zweimal eine Klasse überspringen.

 

Als er 17 Jahre alt ist hat er seine Abitur in der Tasche und er bekommt eine Sonderzulassung um studieren zu können. Brauers haben im Laufe der Jahre 50 000.- erspart und die sollen jetzt fürs Studium sein. Urlaub haben sie nicht gemacht.  Um seine Eltern zu entlasten sieht Kevin sich nach Arbeit um. Ein Bekannter seines Professors hat eine Firma, hier darf er das Netzwerk in Ordnung halten, Programme installieren und nach kurzer Zeit angleichen und weiterentwickeln. Nach wenigen Wochen kann sich niemand mehr vorstellen wie es ohne Kevin war. Er arbeitet dort abends, am Tage ist er in der Uni.

 

Da sein Bafög gekürzt werden würde, wenn er seine Nebeneinnahmen offen legt, schlägt sein Chef in der Firma ihm vor seine Entlohnung "schwarz" zu zahlen. Er will dem hoffnungsvollen jungen Mann helfen. Kevin ist dankbar, er fällt seinen Eltern nicht zur Last, die 50 000 DM bleiben zunächst eiserne Reserve.

 

Da seine Eltern Doppelverdiener sind dauernd Fragebögen auszufüllen zum Bezug des Bafög. Da sein Vater inzwischen Vorarbeiter geworden ist und nun ein Facharbeitereinkommen hat wird sein Bafög gekürzt. Brauers waren inzwischen einmal im Urlaub, 14 Tage auf Mallorca, billigstes Angebot.

 

Kevin macht sein Studium mit großem Elan, aber als er noch einen weiteren Job zur PC-Pflege übernimmt, muss er dieses Einkommen angeben. Jetzt entfällt sein Bafög. Kevin ist nicht sonderlich sauer, er ist unabhängig und hat eh, keine Zeit sich um Bürokratie zu kümmern.

 

Inzwischen ist er in der Lage Software zu programmieren und Anwendungen zu entwickeln. Er gründet neben seinem Studium jetzt seine eigene Firma, er darf einen Raum in der Firma seines Chefs nutzen. Kevin ist 18 Stunden am Tag mit Studium, Job und Firma beschäftigt. Kevin ist schlau. Er weiß, wenn er seine Einnahmen alle angibt werden seine Steuern so hoch, dass sich sein Entgelt für seine geleistete Arbeit halbiert. Also vereinbart er mit den meisten Kunden einen kleinen Servicevertrag, der ordentlich abgerechnet wird. Alle übrigen Arbeiten lässt er sich bar vergüten. Die Kunden sind fast alle einverstanden und freuen sich über die hervorragende Leistung und den technologischen Gewinn den Kevin in ihre Firma einbringt.

 

Kevin, hat Ringe unter den Augen, aber er beendet sein  Studium vor der vorgeschrieben Zeit. Als er mit dem Studium fertig ist hat er 90 000.- DM erspart. Das ist ungewöhnlich und nur auf seinen außerordentlichen Fleiß und Einsatz zurückzuführen.


Kevin hat auch einige Semester Betriebswirtschaft gemacht und kommt zu der Erkenntnis, dass er für seinen übermäßigen Einsatz bezahlen soll. Das Finanzamt würde ihn schröpfen. Also wendet er betriebswirtschaftliche Erkenntnis praktisch an und bringt seine Ersparnisse ins Ausland. Die seiner Eltern nimmt er gleich mit.

 

Er bewirbt sich mit seinen glänzenden Zeugnissen bei einer führenden Firma. Sein Topgehalt wird ordnungsgemäß versteuert. Er ist in der Gehaltsklasse wo er sich selbst versichern darf. Er versichert sich im Ausland. Er bleibt bei seinen Eltern wohnen, täuscht hohe Ausgaben vor spart aber in wirklich fleißig und stockt sein Auslandskonto von Zeit zu Zeit auf.

 

Nach 5 Jahren macht er sich erneut selbständig. Wegen seiner exzellenten Vergangenheit bekommt er Bürgschaften und einen Kredit. Die Firma wird ein voller Erfolg. Er beschäftigt nach 2 Jahren 80 Angestellte. Alle privaten Gewinne und Einkünfte "verbraucht" er offiziell im Inland bringt sie aber ins Ausland. Inzwischen macht er Millionenumsätze. Er hat jetzt ein kleinen Apartment. Er bleibt bescheiden.

 

Dann kommt eine Steuerprüfung, man kann ihm keine Unkorrektheiten nachweisen, aber sein Steuersatz steigt auf schwindelnde Höhen. Obwohl er inzwischen keine Kredite mehr hat muss er ständig gläsern sein und subalternen Finanzbeamten Eiblick in sein Finanzgebaren gewähren. Eines Tages findet er die Zeit auszurechnen wie hoch der Anteil seiner Abgaben an seinem Einkommen tatsächlich ist und wie viel nach Abzug der Inflationsrate übrig bleibt. Er kommt zu dem Schluss, dass er um die Hälfte seiner Lebenskraft und seines erarbeiteten Eigentums enteignet wird.

 

Er ist 32. Er entlässt 140 Mitarbeiter und behält 40 vor Ort in Deutschland, 10 bleiben mit Sonderverträgen gebunden. Im Baltikum stellt er 180 neue Mitarbeiter ein. Der zuständige Minister persönlich ebnet ihm alle Wege.

 

An seinem 40. Geburtstag schreibt er dem Finanzminister einen Brief, erzählt seine Geschichte und verweist auf seine inzwischen im Baltikum florierende Firma mit fast 500 Arbeitnehmern. In Deutschland ist immer noch die Hauptverwaltung mit nunmehr 33 Mitarbeitern.  Sein Privatvermögen in verschiedenen Offshoreländern beträgt etliche Zig-Millionen Euro.

 

Seinen Eltern hat er ein Abschreibungsobjekt gekauft mit einem netten Apartment. darin. Sie besitzen keine sichtbaren Ersparnisse.

 

Vom Finanzministerium kommt nach 6 Wochen ein Brief: "Ihre Ausführungen sind interessant, wir haben sie zur Kenntnis genommen und an den zuständigen Sachbearbeiter weitergeleitet.

Hochachtungsvoll...."

 

Herr Eichel und viele andere Populisten kriminalisieren fleißige Menschen wie  Kevin Brauer. Sie haben ein gesellschaftliches Rechtsbewusstsein geschaffen, dass die Enteignung per Steuer als hinnehmbar, sozial und gerecht, vor allem aber legal darstellt. Sie vernichten mit ihrer aggressiven und unehrlichen Steuerpolitik direkt Arbeitsplätze und verdrängen Kapital aus Deutschland. Ihnen fällt zur Lösung ihrer Finanz- und Wirtschaftsprobleme nichts anderes ein, als sie zu jagen.

 
   

 

 

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