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Ein Interview mit der BILD-Redakteurin Tina Fühler von unserem Redakteur Rudi Raabe
Redaktion rebellog:
Vielen Dank, daß Sie Zeit für uns haben Frau Fühler. Gleich die erste Frage wie fühlen Sie sich?
Tina Fühler: Oh, recht gut, ich habe gerade meinen heutigen Artikel abgegeben.
Rr: Und worum geht es da?
TF: Ich habe herausgefunden, daß Kanzler Schröder interracialen und gleichgeschlechtlichen Sex fördert.
Rr: Wieso daß?
TF: Er hat mit seiner Frau einen Hund in Dänemark bestellt, einen Rüden und der soll nun mit seinem Kater Schurri….in seinem Schlafzimmer….http://uetersen.nordclick.de/news/archiv/?id=1188864
Rr: Aha! Und Sie glauben, daß interessiert jemanden?
TF: Aber natürlich, Sex sells….
Rr: Aber ist es denn auch wahr?
TF: Das er den Hund kaufen will – vielleicht, daß hab ich ja schließlich woanders abgeschrieben, das mit dem Sex ist, nun ja ist, sagen wir spekulative Erweiterung, aber als Vermutung natürlich zulässig…
Rr: Ach, ja?....Gut. lassen wir uns zu den Fragen kommen für die wir Sie eingeladen haben Frau Fühler. Wie wurden Sie Lohnschreiberin?
TF: Schreiberin? Ich bin Journalistin….
Rr. Sie haben also eine abgeschlossene Ausbildung an der Journalistenschule und sind dann….
TF: Ääh, nicht ganz, ich bin Seiteneinsteiger…
Rr: Aahh..
TF: Nachdem ich von der Schule geflogen war, weil ich zuviel gekifft hatte, das war allerdings nicht der wirkliche Grund, sondern ich hatte dem Lehrer einen Blow…na Sie wissen schon, war ich eine Weile bei ALDI an der Kasse…
Rr: und?
TF: Naja, das war so eine Art Vorausbildung, etwas Tratsch und aufreißen….
Rr: Aufreißen?
TF: Ja, die Kartons, das konnte ich später in der Redaktion gut gebrauchen…
Rr: Und dann?
TF: Dann habe ich bemerkt, daß über ALDI, also da waren Räume zu vermieten und da hat dann ein Salon aufgemacht….
Rr: Ein Frisiersalon?
TF: Na, fast, also eher ein Massagesalon. Ja und da bin ich nach oben gewechselt. Da gab’s mehr Kohle, und außerdem war man näher an den Menschen und ihren Geschichten dran….
Rr: Toll, und wie ging's weiter….
TF: Eines Tages kam ein Reporter von BILD der suchte eine Angestellte….zum Interview…
Rr: Bei ALDI?
TF: Nein, bei uns, und da hab ich ihm dann freiwillig….
Rr: ….und kostenlos…..
TF: so einiges geflötet…..
Rr: Und weiter?
TF: Er hat das dann seinem Chef dem Herrn Diekmann erzählt. Und der ist dann eines nachmittags mal vorbeigekommen und hat mit mir….
Rr: Ach tatsächlich, wirklich…. wir dachten immer der sei zu kurz….
http://www.jungewelt.de/2002/11-21/021.php
TF: Ist er vielleicht auch….
Rr: zu kurz gekommen im Leben, weshalb er bei der BILD arbeitet….http://www.zeit.de/2002/28/Media/200228_medien_bild.html
TF: und hat mir den Vorschlag gemacht für ich zu arbeiten….
Rr: Und wie läuft's mit ihm?
TF: Keine Ahnung, ich seh ich ja kaum. Aber jetzt hab ich statt Bett eben Schreibtisch und Telefon.
Rr: Da können Sie ja zuhause anrufen…
TF: Und recherchieren…
Rr: Wie läuft das?
TF: Na ich lese alle Zeitschriften, Klatschblätter, Bierdeckel, und manchmal schaue ich in meinen Kaffeesatz…., dann surfe ich etwas im Internet und schaue auch mal in den Beate Uhse-Katalog.
Rr: Und….
TF:…..schon ist die Story fertig……
Rr: …aber wenn sie nicht wahr ist….
TF: ….interessiert das am nächsten Tag doch schon keine Sau, ääh, sorry, keinen Leser mehr…die haben alle ein kurzes Gedächtnis….
Rr: Kein Wunder bei den kurzen Texten…..
TF:….. und außerdem versenken sie die BILD schon am U-Bahn-Ausgang im Papierkorb….
Rr: Wo sie ja auch hingehört….
TF: Genau, ääh ich meine wo, ähm wie, ääh, manchmal kränkt es mich doch, schließlich ist ja auch mein Name darin ….
Rr: Aha. Letzte Frage. Wie sehen Sie Ihre Zukunft Frau Fühler?
TF: Ooh, da bin ich eigentlich optimistisch. Wenn der Herr Diekmann mich über kurz ……oder lang, ist ja auch egal, jedenfalls, wenn er mich nicht auf den Posten des Oberlohnschreibers, ich wollte sagen Redaktionsleiters befördert, wechsele ich in die Politik und werde Regierungssprecher.
Rr. Und wenn das nicht klappt?
TF: Heirate ich den nächsten Bundeskanzler!
Rr: Wir danken für das Gespräch Frau Fühler! |
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